• 27.06.2011, 10:12:39
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Ertragslage des Bankensektors im 1. Quartal besser

Unkonsolidierte Ertragslage (Einzelinstitutsebene) der in Österreich tätigen Kreditinstitute im 1. Quartal 2011

Wien (OTS) -
- Bankenbetriebsergebnis erhöht sich um 16 Prozent
- Jahresergebnis trotz geringerer Risikokosten aufgrund erwarteter
rückläufiger Folgequartale aber auch steuerbedingt knapp unter dem
Vorjahr

Österreichs Kreditinstitute haben im ersten Quartal 2011 dank
gestiegener Erträge aus Wertpapieren und Beteiligungen gegenüber der
Vergleichsperiode 2010 operativ wieder deutlich mehr verdient. Das
unkonsolidierte Betriebsergebnis stieg um 15,9 Prozent auf 1,89
Milliarden Euro.

Vorläufige Prognosen für das Gesamtjahr 2011 besagen aber, dass trotz
deutlich geringerer erwarteter Risikokosten der Jahresüberschuss
geringfügig niedriger als im Vorjahr ausfallen wird. Vor allem die
Stabilitätsabgabe (Bankensteuer) führt zu einem Anstieg der
Steuerlast für die Institute um
66 Prozent auf rund eine Milliarde Euro.

Im ersten Quartal 2011 erwirtschafteten die in Österreich tätigen
Kreditinstitute ein unkonsolidiertes Betriebsergebnis von 1,89 Mrd
EUR. Gegenüber der Vergleichsperiode 2010 stellt das einen Zuwachs um
15,9% dar. Die Betriebserträge erhöhten sich hierbei um 0,38 Mrd EUR,
was vor allem auf den Anstieg der Erträge aus Wertpapieren und
Beteiligungen zurückzuführen war (+0,20 Mrd EUR). Die weiteren
Bestandteile der Betriebserträge stiegen dagegen vergleichsweise
moderat: Die Zuwächse bewegten sich dabei zwischen +0,08 Mrd EUR
beispielsweise beim Ergebnis aus Finanzgeschäften und +0,03 Mrd EUR
beim Nettozinsertrag. Letzterer stellt aber nach wie vor anteilsmäßig
die wichtigste Komponente der Ertragslage für Österreichs Banken dar.

Die unkonsolidierten Betriebsaufwendungen erhöhten sich im
Vorjahresvergleich um 0,12 Mrd EUR auf 2,81 Mrd EUR. Den größten
Anstieg wiesen die Kreditinstitute beim Personal- und beim
Sachaufwand aus (jeweils +0,05 Mrd EUR).

Da der Anstieg der Betriebsaufwendungen schwächer war als jener
der Betriebserträge verbesserte sich die unkonsolidierte
Aufwand-Ertrag-Verhältnis (Cost-Income-Ratio) gegenüber dem ersten
Quartal 2010 um 2,5 Prozentpunkte auf 59,8%.

Trotz der positiven Entwicklungen in den ersten drei Monaten 2011
erwarten die österreichischen Kreditinstitute, dass das
Jahresbetriebsergebnis mit 7,43 Mrd EUR um 0,72 Mrd EUR bzw. 8,8%
geringer ausfallen wird als im Gesamtjahr 2010.

Im Hinblick auf die weiteren Ergebnisse des Gesamtjahres 2011
rechnen die Banken damit, dass der Wertberichtigungsbedarf für
Kredite und die sonstigen Risikokosten um in Summe 1,06 Mrd EUR
gegenüber dem Jahresende 2010 sinken werden. Dies wiederum wirkt sich
in einem Anstieg des erwarteten Ergebnisses der gewöhnlichen
Geschäftstätigkeit aus (+0,34 Mrd EUR auf 5,17 Mrd EUR). Nach
Berücksichtigung des außerordentlichen Ergebnisses und der Steuern
soll sich der Jahresüberschuss laut vorläufigen Prognosen auf 4,12
Mrd EUR belaufen und somit leicht rückläufig sein
(-2,2%). Grund dafür ist einerseits der beschriebene erwartete
Rückgang des Jahres-betriebsergebnisses und andererseits ein um zwei
Drittel höherer prognostizierter Steueraufwand. Der Großteil dieses
geschätzten Zuwachses resultiert aus der 2011 erstmals eingehobenen
Stabilitätsabgabe.

Weitere statistische Informationen unter dieaktuellezahl.oenb.at bzw.
www.oenb.at im Bereich "Statistik und Melderservice".

Pressesprecher, Dr. Christian Gutlederer, Tel.: (+43-1) 404 20-6609

Rückfragehinweis:
Oesterreichische Nationalbank
Statistik Hotline
Tel.: (+43-1) 404 20-5555
mailto:[email protected]
http://www.oenb.at

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