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OTS0049   27. Juni 2011, 09:58

Anschober: Österreich von der Bundesregierung zum beschämenden Schlusslicht beim Solarstrom degradiert

OÖ Energielandesrat: wer Ökostrom politisch klein hält, macht Atomstrom groß - Förderdeckel muss fallen.


Ein aktueller Vergleich des Solarstromanteils am
Gesamtstromverbrauch verschiedener europäischer Staaten belegt, dass
Österreich aus politischen Gründen beschämendes Schlusslicht ist.
Konkret liegt derzeit (Ende 2010) der Anteil der Energiequelle der
Zukunft am Gesamtstromverbrauch:
- in Bayern bei 5 Prozent
- in Tschechien bei 3,3 Prozent
- in Deutschland gesamt bei 2 Prozent
- in Italien bei 1,3 Prozent
- in Belgien bei 0,9 Prozent
........
- Und in Österreich bei beschämenden 0,14 Prozent Energie-Landesrat
Rudi Anschober: "Dieses energiepolitische Armutszeugnis ist das
Ergebnis des schlechtesten ÖKOSTROMGESETZES Europas. Der aktuelle
Entwurf, der morgen im Wirtschaftsausschuss behandelt wird, ist zwar
eine Verbesserung, aber am Grundproblem der Deckelung ändert er
jedoch nichts. Die Förderung für PV-Neuanlagen soll in Zukunft bei
3,8 Millionen Euro pro Jahr beschränkt sein. Zum Vergleich: das sind
die Kosten eines Kilometer Ortsumfahrung. Bei einer Aufhebung des
politisch motivierten Kleinhaltens des Solarstroms durch Deckelung
würde sich der Zubau vervielfachen, die Kosten würden bei sparsamen
Förderhöhen jedoch in absolut überschaubaren Größen bleiben und zum
Gutteil durch Steuermehreinahmen und geringere Ausgaben für
Arbeitslosigkeit wieder herein kommen."

Lächerlich gering ist auch das Ausbauziel für Photovoltaik (PV) in
Österreich im aktuellen Gesetzentwurf: bis 2020 soll die Gesamtmenge
von PV auf 1100 MW gesteigert werden, das wären 1,58 Prozent Anteil
am Gesamtstromverbrauch. Der Wirtschaftsminister will also Österreich
ein dreifach geringeres Ziel bis 2020 setzen, als Bayern heute schon
erreicht hat!

Anschober abschließend: "Die Regierung spricht von Unabhängigkeit von
Atomstrom bis 2015 und grünen Jobs. Mit der Deckelung des Zubaus an
Ökostrom würde sie jedoch genau das Gegenteil erreichen und
Österreich bei den grünen Technologien, der Leitindustrie des 21.
Jahrhunderts von der Entwicklung abkoppeln. Ein Wirtschaftsminister
darf nicht wirtschafts- und technologiefeindlich und
arbeitsplatzzerstörend handeln, er muss endlich die Weichen stellen
für ein grünes Wirtschaftswunder auch in Österreich."

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
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Rückfragehinweis: Büro Landesrat Rudi Anschober,
Mag. Rudi LEO,
Pressesprecher,
Tel: +436648299969,
rudi.leo@ooe.gv.at,
Promenade 37,
4020 Linz,
www.anschober.at

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