• 26.06.2011, 16:19:25
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Karlheinz Töchterle bei Nobelpreisträger/innen-Treffen - Chance für Nachwuchswissenschaftler

Wissenschafts- und Forschungsminister bei Eröffnung in Lindau - Österreich vergibt sechs Stipendien - am Rande Arbeitstreffen mit Amtskolleg/innen

Lindau (OTS/BMWF) - Wissenschafts- und Forschungsminister Dr.
Karlheinz Töchterle nahm heute gemeinsam mit Ministerin Dr. Beatrix
Karl an der Eröffnung des 61. Nobelpreisträger/innentreffens in
Lindau teil. Das Wissenschafts- und Forschungsministerium vergibt
heuer sechs Stipendien: "Damit bekommen exzellente
Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler die
Chance, an diesem Treffen teilzunehmen und mit renommierten
Forscherinnen und Forschern im Rahmen von Workshops
zusammenzutreffen." Am Rande des Treffens traf der Minister mit
seiner deutschen Amtskollegin Annette Schavan, seinem russischen
Amtskollegen Andrej Fursenko sowie seinem israelischen Amtskollegen
Daniel Hershkovitz zusammen.

Beim Treffen mit dem russischen Wissenschaftsminister Andrej Fursenko
stand die verstärkte Zusammenarbeit beider Länder im Mittelpunkt.
"Die Zusammenarbeit zwischen Russland und Österreich im Hochschul-
und Forschungsbereich wurde durch die Unterzeichnung eines
gemeinsamen Abkommens auf neue Füße gestellt. Nun geht es darum,
konkrete Schritte zu setzen", verwies der Minister auf ein
entsprechendes Abkommen, das im Mai in Moskau von beiden Ländern
unterzeichnet wurde. Derzeit gibt es rund 50
Kooperationsvereinbarungen zwischen russischen und heimischen
Hochschulen sowie Forschungseinrichtungen. Auch im Rahmen von
EU-Projekten arbeiten die beiden Länder zusammen. Der Minister
verwies in seinem Gespräch auch auf das im Jänner an der Universität
Innsbruck gegründete Russlandzentrum, das das große Interesse an der
russischen Sprache und Kultur unterstreicht.

Beim Treffen mit der deutschen Bildungsministerin Annette Schavan
stand der für Herbst aufgrund von doppelten Maturajahrgängen und dem
Aussetzen der Wehrpflicht zu erwartende verstärkte Andrang deutscher
Studierender in Österreich im Mittelpunkt. Der Minister begrüßt den
deutlichen Ausbau an Studienplätzen in Deutschland durch die deutsche
Bundesregierung, verweist dennoch darauf, dass weiterhin unklar ist,
wie viele Studierende zusätzlich nach Österreich kommen. Weiteres
Thema war das Moratorium im Medizinstudium (75 Prozent der
Medizin-Studienplätze sind für Studierende mit österreichischem
Reifeprüfungszeugnis reserviert, 20 Prozent für jene aus der EU, 5
Prozent aus Drittstaaten). Diesbezüglich setzt sich Österreich für
eine Verlängerung ein, Ministerin Schavan signalisierte Verständnis
für diese Vorgangsweise.

Ebenso besprochen haben die beiden Minister das kommende
Forschungsrahmenprogramm "Horizon 2020" und sind übereingekommen,
dass das Rahmenprogramm stärker mit dem Strukturfonds abgestimmt
werden soll, um die Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit Europas zu
stärken. Damit soll auch das neue Rahmenprogramm (Laufzeit 2014 bis
2020) die Bedeutung von Wissenschaft und Forschung für die regionale
Weiterentwicklung unterstreichen.

Rückfragehinweis:
Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung Minoritenplatz 5, 1014 Wien
Presse: Mag. Elisabeth Grabenweger
Tel.: +43 1 531 20-9014
mailto:[email protected]
www.bmwf.gv.at

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