LR ANSCHOBER: Jetzt deutsche Bundesregierung für eine gemeinsame Allianz für europaweiten Atomausstieg gewinnen
Erster Schritt: Ende für Milliardensubvention durch neue europaweit einheitliche Haftungsregeln für Atomreaktoren wären Einstieg in den Ausstieg.
Linz (OTS) - Nächste Woche wird der deutsche Atomausstieg in einem
breiten Konsens beschlossen. Dieser Ausstieg wird Nachahmer finden.
Und er bringt für Österreich nicht nur mehr Sicherheit, sondern
bietet auch die Chance, dass die Anti-Atom-Staaten innerhalb der EU
mehr Gewicht erhalten. Energie-Landesrat Rudi Anschober: "Österreich
muss daher die deutsche Regierung für eine Allianz für einen
europaweiten Atomausstieg zu gewinnen versuchen. Ein erster
entscheidender Schritt sollte eine Initiative für ein Ende der
derzeitigen Milliardensubventionen für den Atomstrom sein."
Eine aktuelle Studie des Versicherungsforums Leibzig hatte gezeigt,
dass sogar deutsche AKW um das bis zu zehnfache unterversichert sind,
reale Preise von Atomstrom je nach Versicherungsform beim bis zu
zehnfachen Preis liegen müssten. In anderen Staaten ist die
Unterversicherung jedoch noch viel dramatischer: liegt die
Haftungssumme pro AKW in Deutschland bei 2,5 Milliarden Euro, so
beträgt sie in Temelin lediglich 250 Millionen Euro, wovon 150 vom
Staat getragen werden. Höchstsubventioniert ist Atomstrom in
Frankreich mit einer Gesamthaftungssumme von 90 Millionen Euro für
ALLE 58 AKW. Anschober: "Das ist skandalöse Wettbewerbsverzerrung im
großen Stil, ohne den die Kernenergie nicht überleben könnte. Es muss
daher das Ziel sein, einheitliche hohe Haftungssummen für
Kernreaktoren in der EU durchzusetzen. Das wäre der Anfang vom Ende
der Kernenergie in Europa, weil sie dann nicht mehr konkurrenzfähig
wäre. Nun müsste auch Deutschland ein politisches und
wirtschaftliches Interesse an einem derartigen Subventionsabbau
haben."
Mag. Rudi LEO,
Pressesprecher,
Tel: +436648299969,
rudi.leo@ooe.gv.at,
Promenade 37,
4020 Linz,
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