- 24.06.2011, 11:18:32
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Fünfte Runde der Diskussionsreihe twenty.twenty: Social Information Management
Intelligenz nach dem Ende der Gesellschaft
Wien (OTS) - Die Qualität der Diskussion zum Thema "Social
Information Management. Wie wird die Gesellschaft in Zukunft mit
Information umgehen?" am vergangenen Mittwoch entsprach den
Außentemperaturen - sie wurde sehr hitzig geführt. Die Keynote zur
fünften Veranstaltung von twenty.twenty hielt Prof. Manfred Faßler
von der Goethe-Uni Frankfurt. Für ihn stellen Digitalisierung und die
Selbstorganisation der Menschen in Netzwerken den traditionellen
Gesellschaftsbegriff in Frage. Die Ausbildung einer informationellen
Intelligenz wird somit zur Grundvoraussetzung menschlichen Lebens.
Dazu gehört auch die Kunst des Vergessens.
A1 und The Gap haben am Mittwoch zur fünften Veranstaltung der
Reihe twenty.twenty in den HUB Vienna eingeladen. Am Ende einer
intensiven Diskussion über den künftigen Umgang mit Informationen
stand die Erkenntnis, dass Informationstechnologien konstituierendes
Element der menschlichen Kultur geworden sind. Die zentrale Aufgabe
besteht heute und auch im Jahr 2020 darin, die entsprechenden
Kulturtechniken dafür auszubilden.
Informationelles Management sozialer Beziehungen
Zu Beginn stellt Faßler die Themenstellung von twenty.twenty auf
den Kopf. Für ihn geht es nicht um Social Information Management,
sondern um informationelles Management sozialer Zusammenhänge. Mit
dem World Wide Web hat sich etwas entwickelt, das traditionelle
gesellschaftliche Institutionen und vor allem die Territorialität in
eine schwere Krise gestürzt hat. Eine digitale globale Mittelklasse
von etwa 2 Milliarden Menschen organisiert sich im und über das Netz
- und das über Landesgrenzen und staatliche Institutionen hinweg.
Mythos Vollständigkeit - oder die Kunst des Vergessens
In einem Punkt waren sich alle Diskutanten einig: Die Diskussion
über die viel beklagte Flut an Informationen ist müßig. Faßler
bezeichnet sie als "Gespensterdiskussion". Einerseits gibt es
zahlreiche Möglichkeiten, die Fülle der Daten zu verarbeiten und
andererseits gehört es zu den wichtigsten menschlichen Eigenschaften,
auch Mut zur Lücke zu haben und vergessen zu können. Auch Helmut
Hackl, Betreiber der Plattform http://www.pocket.at, plädiert für
einen entspannteren Umgang mit der Fülle an Daten. Als "digitaler
Mobilist" bereitet er täglich aus hunderten Feeds News für seine
Leser auf. Dennoch ist er überzeugt, dass er nichts Wesentliches
versäumt, wenn er einmal für eine gewisse Zeit nicht online ist.
Filtern, archivieren, verarbeiten
Bettina Kann, Leiterin der Hauptabteilung Digitale Bibliothek der
Österreichischen Nationalbibliothek, hakt bei Faßlers Ausführungen
über die Entterritorialisierung ein. Die Aufgabenstellung für die
Nationalbibliothek, nur österreichische "born digital" Websites zu
archivieren, muss neu diskutiert werden. Ebenso gilt es, die
Kriterien zu hinterfragen, nach denen archiviert wird. In Zukunft
könnte es durchaus möglich sein, dass diese auch von der Crowd
definiert oder zumindest mitgestaltet werden. Andreas Blumauer von
der Semantic Web Company sieht große Fortschritte in der Verarbeitung
von Daten. Semantische Technologien finden immer größere Verbreitung.
Vor allem auch, weil sich das Verständnis durchsetzt, dass Semantik
"nicht im Backend aufhört" und das User Interface immer mehr an
Bedeutung erlangt. Für ihn sind die "Magier" der Zukunft diejenigen,
die Daten pointiert und aussagekräftig visualisieren können.
Digital Literacy als Generalthema
Interessanterweise schließt die Diskussion über den Umgang mit
Information beim Thema des letzten twenty.twenty an. Am Schluss des
intensiven Austausches über Selektionskriterien und
Filtermechanismen, das Verhältnis von biologischer und digitaler Welt
stand einmal mehr die Erkenntnis, dass Bildung bzw. Digital Literacy
der Schlüssel sind. Faßler meint: "Im Bildungssystem hat Informatik
noch immer den Stellenwert eines Hilfsmittels. Dabei ist sie schon
längst eine Kulturtechnik." Wenn traditionelle Institutionen
erodieren und die Organisation sozialer Beziehungen zunehmend in der
Digitalität stattfindet, brauchen die Menschen die entsprechende
Intelligenz, damit umzugehen.
Die Beiträge zur twenty.twenty Blogparade sind auf
http://www.twentytwenty.at zu finden und die Tweets mit dem Hashtag
#future2020 sind auch auf der Facebook-Page von twenty.twenty
nachzulesen: http://www.facebook.com/exploring2020
The Gap
The Gap schreibt für die kreative Zielgruppe in all ihren
Ausprägungen und Spielarten über (Pop-) Kultur, Kunst, Medien,
Digitales, Mode, Lifestyle, Medien, Politik etc. - es diskutiert,
reflektiert, kritisiert und zelebriert. Dabei stehen nicht Produkte
im Vordergrund, sondern Zusammenhänge, Phänomene, Blickwinkel und
Zugänge. Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei österreichischen
Kreativen, ihren Werken und Wirkungsumfeldern.
Gemäß dem offenen Weltbild der Heftmacher wie -leser steht The Gap
seit jeher auch für den inhaltlichen Leitsatz: Anything goes!
A1 - Mobilfunk und Festnetz aus einer Hand
A1 ist mit 5,1 Mio. Mobilfunkkunden und 2,3 Mio.
Festnetzanschlüssen Österreichs führendes
Telekommunikationsunternehmen, das aus einer Fusion von Telekom
Austria TA AG und mobilkom austria AG im Juli 2010 entstanden ist.
Die Kunden profitieren von einem umfassenden Gesamtangebot aus einer
Hand: Sprachtelefonie, Internetzugang, Daten- und IT-Lösungen,
Mehrwertdiensten, Wholesale-Services und mobile Business- und
Payment-Lösungen. Die Marken A1, bob und Red Bull MOBILE stehen für
Qualität und smarte Services.
A1 ist Teil der Telekom Austria Group - einem führenden
Telekommunikationsunternehmen im CEE Raum. Die Telekom Austria Group
ist in acht CEE Ländern tätig.
A1 (Rechtspersönlichkeit: A1 Telekom Austria AG) beschäftigt rund
9.700 Mitarbeiter. Generaldirektor ist Dr. Hannes Ametsreiter,
zugleich auch Generaldirektor der Telekom Austria Group und Member of
the Board der GSM Association (GSMA) - dem internationalen
Interessenverband der Mobilfunkindustrie.
A1 (Rechtspersönlichkeit: A1 Telekom Austria AG) hat 2010 einen
Umsatz von 3.064,2 Mio. Euro, ein bereinigtes EBITDA von 1.032,4 Mio.
Euro und ein Betriebsergebnis von 225 Mio. Euro erwirtschaftet. Der
Umsatz der Telekom Austria Group im Jahr 2010 betrug 4.650,8 Mio.
Euro, das bereinigte EBITDA 1.645,9 Mio. Euro und das
Betriebsergebnis lag bei 437,9 Mio. Euro.
Rückfragehinweis:
Mag. Elisabeth Mattes, Unternehmenssprecherin, A1 Telekom Austria und Telekom Austria Group
Tel: +43 664 66 39187, E-Mail: [email protected]
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