• 22.06.2011, 17:25:53
  • /
  • OTS0281 OTW0281

Zement im Dialog

Nachhaltigkeitsbericht 2010 erschienen

Wien (OTS) - Nachhaltigkeit ist inzwischen ein Stichwort, das sich
Politik, Wirtschaft, öffentliche Verwaltung und Industrie gern auf
die Fahnen heften. In den vergangenen zwei Jahren, einer Zeit, in der
alle Branchen mit einer schleppenden konjunkturellen Entwicklung
konfrontiert waren, stiegen gleichzeitig die Vorgaben in puncto
Nachhaltigkeit. Noch nie war der Handlungsbedarf für nachhaltige
Entwicklungen dermaßen dringend wie heute. Die österreichische
Zementindustrie erweist sich dabei als Vorbild im internationalen
Vergleich. War im 2004 erstmalig veröffentlichten
Nachhaltigkeitsbericht noch Vorsicht gegenüber der offenen
Darstellung bisher völlig interner Daten spürbar, so hat sich seither
ein Wandel vollzogen. Der Nachhaltigkeitsbericht 2010 belegt die
Offensive und Öffnung die gestartet wurde und wie das
Verantwortungsbewusstsein gegenüber der Umwelt, den Ressourcen, den
Mitarbeitern wie auch ökonomischen Maßstäben vollzogen wird.

Felix Friembichler, Geschäftsführer der österreichischen
Zementindustrie und überzeugt von der Kraft des Dialogs, stellt sich
seither gemeinsam mit den Mitgliedern der VÖZ der Konfrontation und
Diskussion mit Stakeholdern: "Wir setzen uns mit Kritikern wie auch
Experten auseinander und profitieren von der Diskussion für die
Weiterentwicklung unserer Industrie. Wir sehen uns als aktive
Mitgestalter der Gesellschaft und unserer Umwelt." Die Verwendung des
Baustoffes Beton wird, so wie andere Baustoffe auch, in der Zukunft
nachhaltiger betrachtet werden als bisher und die Struktur des
Baubedarfs wird sich entsprechend der gesellschaftlichen
Entwicklungen Schritt für Schritt wandeln. "Der Anspruch im
Energiebereich verlangt kluge bauliche Lösungen, Heizen und Kühlen
mit Beton ist ein erster richtiger Schritt in diese Richtung", sieht
Friembichler die Situation.

Kernthemen der Stakeholder

Die Verfügbarkeit von Rohstoffen und fossilen Energieträgern, der
Klimawandel, innovative Forschung - insbesondere für neue
Anwendungen, nachhaltiges Bauen, Bildung und Ausbildung sowie das
gestalterische Potential von Beton stellten die Kernthemen in der
Stakeholder-Diskussion.

Für Friembichler ein klarer Auftrag: "Wir werden uns zukünftige
Anwendungsgebiete überlegen müssen, die mit einem qualitativen
Wachstum der Wirtschaft vereinbar sind, in der es weiterhin genügende
Arbeitsplätze gibt - aber die Umwelt nicht über Gebühr beansprucht
wird." Die Forderung der Stakeholder ist eindeutig: Es braucht noch
mehr innovative Produkte und neue immaterielle Geschäftsfelder, die
zu einer globalen Energiesicherheit und zum Klimaschutz beitragen.

Intensive Forschung für innovative Anwendungen

Die Hälfte aller Materialien in Europa werden für Gebäude und
Infrastruktur verwendet - der Großteil davon sind Mineralien. Zum
nachhaltigen Bauen zählt ebenso der Sanierungsbereich, der Umbau
bestehender Bausubstanz, von denkmalgeschützten Gebäuden bis hin zu
Bauten aus den 60er Jahren. Der Werkstoff Beton bietet breite
Einsatzmöglichkeiten. Während bis vor wenigen Jahren der Fokus auf
dem Herstellungsprozess von Zement lag, konzentrieren sich die
heimischen Zementunternehmen verstärkt auf innovative Anwendungen und
Einsatzmöglichkeiten von Zement und Beton. Friembichler: "Noch vor
Jahren undenkbar und heute Realität ist der Einsatz von Beton als
Energiespeicher. Die thermische Speicherfähigkeit von Beton muss noch
weiter forciert und stärker genützt werden." Auch Produktionsanlagen
und -prozesse werden von den Forschungsteams laufend Überprüfungen
und Erneuerungen unterworfen. Das Forschungsvorhaben "Neue Zemente"
wird ab 2012 fertiggestellt werden. Diese weisen mit reduziertem
Klinkeranteil und damit weniger CO2 Emissionen eine wesentlich
bessere Ökobilanz aus. Das SCR-Projekt (selektive katalytische
Reduktion) hat zum Ziel, die Emissionen von Stickoxiden aus der bei
der Zementherstellung entstehenden Abluft zu senken. 92 Mitarbeiter
sind allein im Bereich Forschung und Entwicklung tätig. Das
Investitionsvolumen ist von 6,53 Millionen Euro im Jahr 2009 auf 7,26
Millionen Euro 2010 gestiegen.

Wirtschaft und Soziales

Die heimische Zementindustrie beschäftigt 1193 Mitarbeiter und
trotz schwieriger Wirtschaftslage mussten 2010 keine Mitarbeiter
abgebaut werden. Der Frauenanteil steigt seit 2006 kontinuierlich um
jährlich rund zehn Prozent. Diese sind in Stabsfunktionen, in
Forschung und Entwicklung wie auch in kaufmännischen und
administrativen Bereichen tätig. Die überwiegende Zahl der
Unternehmen sind Mittelunternehmen die 2010 einen Umsatz von 378
Millionen Euro erwirtschafteten. Die produzierte Zementmenge ging im
Vergleich zu 2008 um 20 Prozent zurück. Die Anlageninvestitionen
liegen 2010 hingegen auf einem Höchstwert, mit 53,5 Millionen Euro.

Bildung und Ausbildung

Die hochqualifizierte Ausbildung ihrer Mitarbeiter ist der
Zementindustrie ein starkes Anliegen. Der hohe Anteil an Lehrlingen,
belegt das Engagement in puncto Jugend und Nachwuchsbildung. Große
Investitionen erfolgen auch in externe, branchennahe Bereiche. So
wurde im vergangenen Jahr eine Bildungs- und Forschungsinitiative in
Zusammenarbeit mit BauAkademien und Universitäten gestartet.

Umgang mit Ressourcen

Mit einem aktiven Klimaschutz setzte sich die heimische
Zementindustrie bereits frühzeitig auseinander. Die
Mitgliedsunternehmen arbeiten mit Nachdruck daran, den Einsatz von
fossilen Energieträgern zu reduzieren. Die wichtigsten Schwerpunkte
dabei sind die Substitution von fossilen primären Energieträgern, die
Substitution von Primärrohstoffen für die Klinkerherstellung, die
Substitution von Portlandzementklinker im Zement und die
Energieeffizienz der Prozesse. Die österreichische Zementindustrie
nimmt in Sachen Klimaschutz und Ressourceneffizienz unbestreitbar
einen weltweiten Spitzenplatz ein.

Infos unter: www.zement.at

Rückfragehinweis:
Pressestelle der Österreichischen Zementindustrie, Andrea Baidinger
andrea.baidinger bauen wohnen immobilien Kommunikationsberatung GmbH Tel +43 1 904 21 55 0, Fax +43 1 904 21 55 11
email: [email protected]

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | BWO

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel