Handelsverband: Geschäfte in Tourismusdestinationen sollen am Sonntag offen halten dürfen!
Präsident Mayer-Heinisch: "Landeshauptleute mögen Verordnungsermächtigung nutzen!"
Wien (OTS) - "Es geht nicht um eine verordnetes Offenhalten von
Geschäften am Sonntag, sondern vielmehr um die Abschaffung von
unsinnigen Verboten", erklärt Dr. Stephan Mayer-Heinisch, Präsident
des Österreichischen Handelsverbandes, und fordert eine
Versachlichung der Diskussion. Der "heile arbeitsfreie Sonntag im
Kreise der Familie" sei im Übrigen längst ein Mythos, den Kirchen,
Gewerkschaft und Teile der Wirtschaftskammer in stiller Eintracht
immer noch aufrechterhielten, während die Realität in weiten Teilen
der Gesellschaft längst anders aussehe, so Mayer-Heinisch: "Kaum
jemand käme auf die Idee, beispielsweise vom ORF die Einstellung des
Senderbetriebs ab Samstag 18:00 Uhr zu fordern."
"Stellen Sie sich vor, Sie mieten ein Geschäftslokal in der Wiener
Innenstadt und erklären Ihrem Vermieter, Sie wollen die Miete für den
Sonntag nicht bezahlen, weil Sie Ihren Laden ja nicht nützen dürfen",
bringt Mayer-Heinisch ein drastisches Bild. Insbesondere
zahlungskräftige und -willige Städtetouristen seien seit langem
verwundert über die kontemplative Ruhe, mit der sie in Wien, einer
der schönsten Städte Europas, am Wochenende konfrontiert würden. Der
Landeshauptmann hätte es ja über seine Verordnungsermächtigung in der
Hand,, das Offenhalten in Tourismusregionen zu ermöglichen. In dieser
Frage ist Bürgermeister Michael Häupl allerdings seit Jahren säumig.
Damit schadet er dem Standort und dem Wiener Handel. Natürlich gebe
es auch in anderen Ländern Öffnungszeitenregelungen, aber auch bei
internationalen Vergleichen sollte man sich an den Besten
orientieren.
Der Handelsverband freue sich daher über Wirtschaftsminister
Reinhold Mitterlehner, der in der ORF-Sendung "Im Zentrum"
(19.06.2011, 22 Uhr) Bereitschaft zur konstruktiven Diskussion über
die Ladenöffnungszeiten signalisiert habe. Indessen fordert
Mayer-Heinisch Wirtschaftskammer-Handelsspartenobmann Fritz Aichinger
auf, nicht länger auf der Bremse zu stehen. Es bestehe kein Grund
sich davor zu fürchten, dass Geschäfte dann öffnen, wenn es für sie
am sinnvollsten ist.
Der Handelsverband wurde vor neunzig Jahren gegründet und ist
heute eine freiwillige Interessenvertretung von mehr als 150 großen
Handelsbetrieben in Österreich. Er nimmt die Funktionen eines
Wirtschafts-, Berufs- und Arbeitgeberverbandes wahr. Darüber hinaus
versteht sich der Verband als handelsorientiertes
Dienstleistungszentrum und als branchenübergreifendes
Wirtschaftsforum und als Plattform für den politischen, rechtlichen
und technologischen Dialog und Informationstransfer. Mit Richtlinien,
Kennzeichen und Gütesiegeln setzt der Handelsverband Standards und
fördert das Qualitätsbewusstsein und Vertrauen der Konsument/innen
zum Handel.
HANDELSVERBAND
Präsident: Dr. Stephan Mayer-Heinisch,
Generalsekretär: Dr. Stefan Mumelter
A-1080 Wien, Alser Straße 45
Tel.: +43 (01) 406 22 36, Fax: +43 (01) 408 64 81,
office@handelsverband.at
www.handelsverband.at, www.versandhandel-online.at
Mitglied bei DSE (Direct Selling Europe) und EMOTA (European Distance
Selling Trade Association)
Tel.: +43 664 3011363
















