Haubner: Schulen können ab Herbst Sportvereine mit der Freizeitbetreuung der Schüler beauftragen
Mit dem 80 Mio. Euro-Paket für die Ganztagsbetreuungsformen wird die Kooperation Verein-Schule auf ganz neue Beine gestellt
Wien (OTS) - Mit dem heutigen Beschluss des Unterrichtsausschusses
bekommt die Qualität der Nachmittagsbetreuung eine gänzlich neue
Dimension, da die Ganztagesbetreuungsmodelle im Bereich Freizeit
massiv ausgebaut werden.
"Mit der Vereinbarung zwischen Bund, Ländern und Gemeinden stehen
den Pflichtschulen bereits im Schuljahr 2011/2012 70 Mio. Euro für
den Aufbau einer Freizeitbetreuung an den Schulen zur Verfügung.
Dabei ist vorgesehen, dass erfahrene Partner wie Sportvereine oder
Musikschulen aktiv mit den Schulen in der Freizeitbetreuung
zusammenarbeiten", freut sich Sportunion-Präsident Abg.z.NR Peter
Hauber über den heutigen wichtigen Schritt für die Sportvereine.
Die Volks- und Hauptschulen erhalten dabei für neu geschaffene
Gruppen ab 12 SchülerInnen an den Schulen bis zu 8.000 Euro pro
Schuljahr, mit denen sie Partner wie den örtlichen Sportverein mit
einer Bewegungsbetreuung beauftragen können. Voraussetzung ist, dass
der vom Verein eingesetzte Übungsleiter die ab Herbst neu angebotene
Ausbildung zum Freizeitpädagogen absolviert.
Damit wird eine langjährige Forderung des organisierten Sports
nach der Schaffung einer Grundlage für die Zusammenarbeit zwischen
Verein und Schule am Nachmittag erfüllt. Durch das Arbeitspaket
2011-2013 der Bundesregierung werden auch die notwendigen Mittel
dafür bereit gestellt.
Bereits mit September 2011 startet die neu geschaffene Ausbildung
zum Freizeitpädagogen an allen neun Pädagogischen Hochschulen in
Österreich. Die Teilnehmer können dabei bereits parallel zur
Absolvierung des Lehrgangs an den Schulen tätig werden. Die
Ausbildung umfasst fachliche Kenntnisse und Fertigkeiten in den
Bereichen Sport und Bewegung, musische und kreative Angebote sowie
pädagogische und didaktische Inhalte.
"Gerade die SPORTUNION hat mit ihrer Schwerpunktsetzung auf das
Thema "Schule und Sport" durch das Projekt UGOTCHI und durch
intensive Verhandlungen mit den Verantwortlichen in Bund und Ländern
in den letzten Jahren massive Überzeugungsarbeit für die Bedeutung
einer Einbindung der Vereine in die Nachmittagsbetreuung geleistet.
Davon sollen jetzt insbesondere die Kinder profitieren, die bisher
noch nicht den Weg zum Verein gefunden haben und die jetzt den Spaß
und die Freude am Sport entdecken werden", beschreibt Haubner eine
Hauptzielsetzung der Bewegungsbetreuung.
Die Sportvereine und -verbände sind jetzt gefordert, für die
Schulen entsprechend attraktive Angebote zu entwickeln und ihre
Übungsleiter und Trainer als Freizeitpädagogen zu qualifizieren.
"Vorhandene Qualifikationen müssen dabei möglichst weitgehend
angerechnet werden", fordert Peter Haubner abschließend unter Verweis
auf die Ausbildungen der Bundessportakademien, der Sportverbände und
das "Fit für Österreich"-Qualitätssiegelsystem.
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