- 21.06.2011, 13:44:34
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Fuhrmann: Jugendbericht liefert Grundstein für Entwicklung einer wissensbasierten Jugendpolitik
ÖVP-Jugendsprecherin: Politisches Interesse ist gestiegen
Wien (OTS/ÖVP-PK) - Der demographische Wandel, Bildung, Ausbildung
und Beruf, Freizeitinteressen sowie politisches Interesse waren nur
einige Faktoren, mit denen sich der sechste Bericht des
Bundesministers für Wirtschaft, Familie und Jugend zur Lage der
Jugend in Österreich befasste. "Der Jugendbericht gibt eine
umfassende Perspektive auf Prozesse und Anforderungen des Aufwachsens
in der österreichischen Gesellschaft und zeigt auch Handlungsfelder
auf. Mit den sieben Arbeitspaketen von der Regierungsklausur im Mai
2011 wird vielen darin enthaltenen Punkten Rechnung getragen", sagte
heute, Dienstag, ÖVP-Jugendsprecherin Abg. Mag. Silvia Fuhrmann
anlässlich der Behandlung des Berichts im Familienausschuss. Zu den
unterschiedlichen, für das Aufwachsen und die Lebenssituation von
Jugendlichen relevanten Themenbereichen haben Experten und
Expertinnen aus Wissenschaft und Praxis in Österreich vorhandene
Daten und Erkenntnisse zusammengetragen, um den Grundstein für die
Entwicklung einer wissensbasierten Jugendpolitik zu legen.
2008 waren 21,2 Prozent der Bevölkerung (1,8 Millionen) Kinder und
Jugendliche unter 20 Jahre. 1988 lag ihr Anteil noch bei 25 Prozent.
In 20 Jahren wird ihr Anteil an der Bevölkerung auf 18,9 Prozent oder
1,7 Millionen schrumpfen (minus 4,5 Prozent). Gleichzeitig werden
Anteil und Zahl der Personen über 65 merklich ansteigen, von derzeit
17,2 Prozent der Bevölkerung (1,4 Millionen) auf 23 Prozent (2,1
Millionen). Die Alterung der Gesellschaft ist demnach mit steigenden
Kosten für die Versorgung der Älteren verbunden. Daher besteht
Handlungsbedarf seitens der Politik, wünscht sich Fuhrmann eine
nachhaltige Absicherung für die heutigen jungen Menschen im
österreichischen Sozialsystem.
Der Bericht unterstreiche besonders den wichtigen Aspekt von Bildung
in der Existenzgründung eines jungen Menschen. Die Höhe der formalen
Qualifikation nimmt laut Bericht mit ansteigendem Alter von
Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu. Dennoch haben 10,9 Prozent
der 18- bis 24-Jährigen und 13 Prozent der 25- bis 34-Jährigen im
Jahr 2007 keinen über die Pflichtschule hinausgehenden Abschluss.
"Ein früher Schulabbruch ist u.a. mit deutlich erhöhter
Arbeitslosigkeit bzw. mit Beschäftigung in Hilfstätigkeiten
verbunden", warnt Fuhrmann. Daher bedürfe es weiterer guter Reformen
im Bildungsbereich, um die individuelle Förderung, aber auch die
Durchlässigkeit im System, zu optimieren.
Arbeit wird als existenzsichernder und identitätsstiftender Faktor
gesehen. Sowohl Mädchen und junge Frauen als auch Burschen und junge
Männer streben vorrangig nach einem sicheren und sinnvollen
Arbeitsplatz, der die eigene ökonomische Lebensgrundlage sichert, ein
geregeltes Leben ermöglicht, aber auch persönliche
Entwicklungschancen und Selbstverwirklichung gewährleistet.
Allerdings: Eine gelungene Balance zwischen Berufsleben und Freizeit
wird zunehmend wichtiger, da Selbstverwirklichungsaspekte vor allem
in die Freizeit verlegt werden müssen. Bei den Freizeitinteressen
dominiert das Zusammensein mit Freunden, gefolgt von Mediennutzung
(Musik hören, Fernsehen, Videos, DVDs ansehen oder Computer- und
Internetnutzung).
Gerade Jugendliche sind heute mehr denn je mit Politik konfrontiert,
nicht zuletzt auch durch die Senkung des Wahlalters auf 16 Jahre.
Erfreulich ist für Fuhrmann daher, dass bei den 15- bis 25-Jährigen
seit der Absenkung des Wahlalters das politische Interesse, eine
Grundvoraussetzung politischer Beteiligung, gestiegen ist. Als
wichtiges Motiv für politische Partizipation gilt die lebensweltliche
Verankerung von Interessen, die aus aktuellen, die Jugendlichen
betreffenden Problemen resultieren.
(Schluss)
Rückfragehinweis:
Pressestelle des ÖVP-Parlamentsklubs
Tel.: 01/40110/4436
http://www.oevpklub.at
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