- 21.06.2011, 13:06:52
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Kogler: Fekter will nur SteuerzahlerInnen für Griechenland blechen lassen
Banken und Spekulanten müssen Beitrag zu Krisenkosten leisten
Wien (OTS) - Jetzt redet die Finanzministerin nicht einmal mehr
von der Wiener Initiative - also der freiwilligen
Gläubigerbeteiligung -, sondern reitet wieder gegen eine
Teilentschuldung - sog. 'haircut' - Griechenlands. Für die Grünen war
von Anfang an klar - und immer mehr ExpertInnen bestätigen dies -
dass Griechenland nicht nur illiquid, sondern auch teilweise
insolvent ist. "In dieser Situation ist es gleichermaßen
wirtschaftlich vernünftig wie sozial gerecht, ein geordnetes
Ausgleichsverfahren durchzuführen, dass automatisch dazu führen wird,
dass auch Banken und Spekulanten einen Beitrag zu den Krisenkosten
leisten müssen", betont Werner Kogler, stv. Bundessprecher der
Grünen.
Immerhin werden von den Finanzinstitutionen seit knapp zwei Jahren
wegen des höheren Risikos exorbitante Zinsgewinne eingestreift. "Wenn
aber das Risiko schlagend wird, sollen laut Fekter offenbar nur mehr
die europäischen SteuerzahlerInnen blechen. Das genau wird die
Konsequenz sein, wenn so getan wird, also ob Griechenland sich in den
nächsten Jahren so erholen wird, dass dessen schier unbewältigbare
Schulden- und Zinsenlast abgetragen werden könnte", so Kogler.
Fest steht, dass sich Monat für Monat, Tag für Tag die privaten
Gläubiger, allen voran die französischen und deutschen Banken trotz
aller gegenteiligen Behauptungen und Appelle absetzen und sich von
griechischen Staatsanleihen in zig-Milliardenhöhe verabschieden.
Übrig bleiben wird auf diese Weise nur die öffentliche Hand in Form
der EZB und der europäischen Staaten, die Überbrückungshilfen
gewähren, also in jedem Fall und dann ausschließlich die
SteuerzahlerInnen. "Fekter und Faymann sollen diese Position
überdenken und für Österreich im Sinn von ökonomischer Vernunft und
gerechter Beteiligung Banken und Spekulanten verhandeln", so Kogler.
Rückfragehinweis:
Die Grünen
Tel.: +43-1 40110-6697
mailto:[email protected]
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