• 21.06.2011, 13:01:26
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AKNÖ hat für Mitglieder 10,6 Mio Euro Steuergutschrift vom Finanzamt zurückgeholt

Haneder: "Absetzbeträge würden kleinere Einkommen entlasten"

Wien (OTS) - Die NÖ Arbeiterkammer hat ihre Mitglieder vom 7. März
bis 4. Juni 2011 beim Steuerausgleich unterstützt. Das
Rekordergebnis: 10,6 Millionen Euro Gutschriften vom Finanzamt.

Die AKNÖ hat ein neues Rekordergebnis zu verkünden: "10,6 Millionen
Euro haben unsere Mitglieder vom Finanzamt zurück erhalten. Gegenüber
dem Vorjahr ist das eine Steigerung um stolze 1,4 Millionen Euro",
zeigt sich AKNÖ-Präsident Hermann Haneder zufrieden. Er animiert die
Menschen, solange es keinen automatischen Steuerausgleich gibt, sich
ihr Geld auch in Zukunft zurückzuholen: "Die Beschäftigten der
unteren Einkommensklassen zahlen häufig zu viel Lohnsteuer. Dieses
Geld liegt beim Finanzminister. Die einzige Möglichkeit, es wieder zu
holen, ist der Steuerausgleich."

Spitzenreiter: Hausbau, Pendlerpauschale und Kinderfreibeträge

13.112 AKNÖ-Mitglieder haben ihren Steuerausgleich mit Hilfe der AKNÖ
gemacht, einige von ihnen rückwirkend für fünf Jahre. Deshalb
verbergen sich hinter den 10,6 Millionen Euro Steuergutschrift auch
18.768 einzelne Steuererklärungen. Im Schnitt ergibt das eine
Gutschrift in Höhe von rund 800 Euro pro Mitglied. "Kosten für
Hausbau und Wohnung, Pendlerpauschale, andere Werbungskosten sowie
Kinderfreibeträge und Kinderbetreuungskosten wurden am häufigsten
abgesetzt", erklärt AKNÖ-Steuerexpertin Elisabeth Holub.

Freibeträge nützen nur den Besserverdienern, AK will
Absetzbeträge

Zwar können Fahrtkosten zum Arbeitsplatz oder die Kosten für
Kinderbetreuung von der Steuer abgesetzt werden - allerdings nur in
Form von Freibeträgen. "Wir brauchen ein Modell mit steuerlichen
Absetzbeträgen statt Freibeträgen." Denn, die derzeitigen Freibeträge
bevorzugen die Besserverdiener. "2.000 Euro Hortkosten ergeben bei
einem Besserverdiener 864 Euro Steuergutschrift. Eine wenig
verdienende Alleinerzieherin, die teilzeitbeschäftigt ist und keine
Lohnsteuer bezahlt, bekommt Null. Das ist ungerecht, denn die Kosten
sind ja sowohl für Besserverdiener als auch für weniger gut
Verdienende gleich hoch", so Haneder. Die AKNÖ fordert daher mehr
steuerliche Absetzbeträge, auch mit Negativsteuerwirkung, die
niedrigere Einkommen entlasten.

Rückfragehinweis:
AKNÖ-Öffentlichkeitsarbeit
Linda Michalech,
Tel.: 01/ 58883-1248
[email protected]

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