- 21.06.2011, 12:19:18
- /
- OTS0162 OTW0162
FMA-Bericht zum 1. Quartal 2011 der österreichischen Versicherungswirtschaft: Solider Start ins Geschäftsjahr 2011.
Wien (OTS) - Die heimischen Versicherungsunternehmen haben einen
soliden Start in das Geschäftsjahr 2011 verzeichnet. In Österreich
konnten sie die verrechneten Prämien im ersten Quartal 2011 im
Vergleich zum Vorjahr um 0,3% auf Euro 4,98 Mrd. steigern. Das
versicherungstechnische Ergebnis konnte im Vergleich zum
Vorjahreszeitraum um 12,28% auf Euro 192 Mio. verbessert werden. Das
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) blieb in Folge
eines schwächeren Finanzergebnisses (Euro 832 Mio, -5,67%) mit Euro
372 Mio. in etwa gleich zum Vorjahreszeitraum (Euro 374 Mio.). Dies
geht aus dem heute von der Finanzmarktaufsichtsbehörde FMA
veröffentlichten Bericht über das 1. Quartal der heimischen
Versicherungsunternehmen hervor.
Hinter dem leichten Anstieg der verrechneten Prämien des direkten
Geschäfts, also ohne Einbeziehung der übernommenen Rückversicherung,
verbirgt sich eine uneinheitliche Entwicklung in den einzelnen
Bilanzabteilungen: Während sie in der Krankenversicherung (+3,48%)
sowie der Schaden- und Unfallversicherung (+2,76%) kräftig zulegten,
war in der Lebensversicherung (-3,61%) ein merklicher Rückschlag zu
verzeichnen. Hauptgrund für die negative Entwicklung in der
Lebensversicherung war ein massiver Rückgang der Prämieneinnahmen bei
fonds- und indexgebundenen Lebensversicherungen um 7,12%. Die Ursache
dafür war eine Änderung der steuerlichen Behandlung des
Einmalerlagsgeschäftes: Wenn nicht laufende, im Wesentlichen
gleichbleibende Beitragszahlungen vereinbart sind und die Laufzeit
des Vertrages weniger als 15 Jahre beträgt, so besteht nunmehr auf
die Erträge aus der Differenz zwischen den eingezahlten
Versicherungsbeiträgen und der Versicherungsleistung volle
Einkommenssteuerpflicht. Während bei der fondsgebunden
Lebensversicherung im 1. Quartal noch sowohl Verträge mit laufender
Prämienzahlung als auch mit Einmalerlägen um zusammen 3,51%
gesteigert werden konnten, halbierte sich bei der indexgebunden
Lebensversicherung das Einmalerlagsgeschäft nahezu, einschließlich
laufender Prämienzahlung betrug das Minus 31,25%.
Die Summe des von heimischen Versicherungsunternehmen verwalteten
Vermögens (in Österreich zu Buchwerten) belief sich per Ende März auf
knapp Euro 93 Mrd. Gegenüber dem Vorquartal bedeutet das einen
Zuwachs von 0,97%. Die stillen Nettoreserven sind in Folge des
Zinsanstieges weiter gesunken und betrugen zuletzt Euro 6,54 Mrd.
nach Euro 6,94 Mrd. per Ende Dezember 2010.
Die Kernaktienquote (Aktien notiert, Aktienfonds, Aktienrisiko in
gemischten Fonds) hat sich im ersten Quartal 2011 kaum verändert und
lag bei 3,91%. Im selben Zeitraum stieg die erweiterte Aktienquote
leicht von 15,98% auf 16,21%. Zusätzlich zur Kernaktienquote werden
in diesem Fall nicht notierte Aktien, strukturierte
Schuldverschreibungen ohne Kapitalgarantie und strukturierte Darlehen
ohne Kapitalgarantie summiert.
Erstmals wurden heuer auch die Zahlen in Zentral- und Osteuropa
erhoben. Außerhalb Österreichs (CESEE sowie Deutschland, Italien,
Schweiz, Luxemburg und Liechtenstein) erwirtschafteten die
Auslandstöchter der heimischen Versicherungsgruppen Prämieneinnahmen
in Höhe von Euro 2,62 Mrd. Davon entfielen Euro 1,64 Mrd. auf die
Bilanzabteilung Schaden- und Unfallversicherung (inkl.
Krankenversicherung) und Euro 981 Mio. auf die Bilanzabteilung
Lebensversicherung. In der fonds- und indexgebundenen
Lebensversicherung betrugen die verrechneten Prämien Euro 204 Mio.
Das Finanzergebnis der Auslandstöchter setzte sich per Ende März
wie folgt zusammen: Erträge aus Kapitalanlagen und Zinsenerträge Euro
197 Mio. und Aufwendungen aus Kapitalanlagen und Zinsenaufwendungen
Euro 44 Mio. Daraus ergibt sich ein konsolidiertes Finanzergebnis in
Höhe von Euro 153 Mio. für das erste Quartal 2011.
Den gesamten Quartalsbericht finden Sie auf der FMA-Website unter:
http://www.ots.at/redirect/versicherungsstatistik
Rückfragehinweis:
Klaus Grubelnik (FMA-Mediensprecher)
+43/(0)1/24959-5106
+43/(0)676/882 49 516
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | FMA






