OTS0037   19. Juni 2011, 12:12

Budapester Gay-Pride-Parade: Lunacek übt heftige Kritik an ungarischer Verfassung

Grüne kritisieren gesellschaftliche "Freiräume für Extremisten"


Die Grüne Europasprecherin Ulrike Lunacek verurteilt
die Vorfälle rund um die Gay-Pride-Parade in Budapest schärfstens:
"Es zeigt sich wieder einmal, dass sich durch die Nicht-Bennenung von
Rechten auf Nicht-Diskriminierung aufgrund sexueller Orientierung in
der Verfassung, wie jüngst bei der Novellierung der ungarischen
Verfassung, immer Freiräume für Extremisten ergeben, die dies im
schlechtesten Sinn ausnützen."

Nach der "Gay-and-Lesbian-Pride-Parade" in Budapest waren gestern
rund 50 TeilnehmerInnen von Neonazis wüst attackiert worden.

Lunacek, die Vorsitzende der Intergroup für die Rechte von Lesben,
Schwulen, Bi- und Transsexuellen (LGBT) im Europäischen Parlament
ist, fordert "die Regierungen - und insbesondere die ungarische -
auf, sich offen für sexuelle Minderheiten und gegen Homophobie
einzusetzen - gerade die neue ungarische Verfassung hat hier große
Lücken!"

Erfreulich ist, dass die Parade selbst durch guten Polizeischutz
friedlich vor sich gehen konnte, die unerfreulichen Vorkomnisse
ereigneten sich erst danach, als die österreichischen TeilnehmerInnen
bereits auf dem Weg zu ihrem Bus waren.

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
OTS0037 2011-06-19 12:12 191212 Jun 11 FMB0004 0179



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