- 17.06.2011, 13:17:48
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Enger Schulterschluss von Land und Gemeinden in der Pflege
LR Schmid und Gemeindeverbandspräsident Sonderegger wollen "Pflegemodell Vorarlberg" konsequent weiterentwickeln
Bregenz (OTS/VLK) - Die Bewältigung der wachsenden
Herausforderungen in der Pflege erfordert den engen Schulterschluss
zwischen Land und Gemeinden, betonten Landesrätin Greti Schmid und
Gemeindeverbandspräsident Harald Sonderegger heute, Freitag, im
Landhaus. Dazu soll die kommunale Zusammenarbeit und Vernetzung aller
Angebote weiter verstärkt werden.
Zu den Stärken des Pflegemodells Vorarlberg zählte Schmid
insbesondere das große Engagement vieler pflegender Angehöriger sowie
der Ehrenamtlichen in der flächendeckenden ambulanten Versorgung
durch Hauskrankenpflege und Mohis. "Unser Credo lautet 'ambulant vor
stationär'. Die Menschen wollen so lange wie möglich daheim in ihrer
vertrauten Umgebung bleiben und diesen Wunsch wollen wir erfüllen, um
ein Altern in Würde zu ermöglichen", sagte Schmid. In diesem Sinne
halten Land und Gemeinden auch an der regional strukturierten,
wohnortnahen Versorgung im stationären Bereich fest, so Bürgermeister
Sonderegger.
Insgesamt 155 Millionen Euro fließen heuer in das Pflegewesen in
Vorarlberg, davon kommen 78 Millionen Euro vom Bund, der Rest von
Land und Gemeinden. Von den 4,5 Millionen Euro, die Vorarlberg aus
dem Pflegefonds des Bundes bekommt, soll eine Million gezielt in
regionale bzw. kommunale Kooperationen investiert werden, erläuterte
Landesrätin Schmid.
Unter anderem geht es um den Ausbau des Case Managements. Dabei
werden gemeinsam mit den Patientinnen und Patienten und deren
Angehörigen gezielte Betreuungskonzepte als Grundlage für eine
bedarfsgerechte Betreuung und Pflege erarbeitet. Elf Modellgemeinden
bzw. -regionen nehmen am Pilotprojekt Case Management teil.
Mittelfristig wird das Case Management flächendeckend eingeführt.
Ein weiteres Ziel ist die Unterstützung von Gemeindekooperationen
im Bereich Pflegeheime. Für den gemeinsamen Betrieb von Heimen werden
jährliche Zuschüsse zwischen 10.000 und 25.000 Euro in Aussicht
gestellt. Und schließlich sollen auch die Weiterentwicklung der
Urlaubs- und Kurzzeitpflege sowie die Ausweitung verschiedener
Modelle des Betreuten Wohnens forciert werden.
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