- 17.06.2011, 12:24:59
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In der Freiwilligenarbeit erfahrene Organisationen unterstützen ist effizienter und billiger als neue Verwaltungsebenen zu konstruieren
Hilfswerk, Rotes Kreuz, Caritas und Diakonie nehmen Stelllung zur neuen "Freiwilligenbörse"
Klagenfurt (OTS) - Die Organisationen Hilfswerk, Rotes Kreuz,
Caritas und Diakonie arbeiten seit Jahrzehnten mit Freiwilligen,
ohne deren Unterstützung viele Leistungen im Sinne der Menschlichkeit
nicht angeboten werden könnten. Die Tatsache, dass Menschen
freiwillig helfen wollen, ist grundsätzlich gut und hat große
Bedeutung und Wertschätzung und wird von den Organisationen bejaht
und gefördert. Selbstverständlich werden die freiwilligen
MitarbeiterInnen ihren Wünschen und Fähigkeiten entsprechend
eingesetzt und intensiv bei ihrer Tätigkeit begleitet. Diese
umfangreiche Koordinationsarbeit wird ebenso wie die Rekrutierung und
die Ausbildung von Freiwilligen von den Trägerorganisationen selbst
finanziert. Im Rahmen der Betriebshaftpflichtversicherung sind die
Freiwilligen selbstverständlich versichert. Auch diese Kosten werden
von den Organisationen getragen.
Umso verwunderter registrieren die Verantwortlichen bei
Hilfswerk, Rotes Kreuz, Caritas und Diakonie auf die Errichtung einer
Freiwilligenbörse, die eine vermeintliche Lücke stopfen soll. "Die
Begründung für dieses Projekt ist inhaltlich falsch", betonen die
Vertreter der Organisationen. "Es wird behauptet, dass es derzeit
keine Organisation gäbe, die Interessenten koordiniert, ihre
Eignungsfähigkeit überprüft und sie nach Talenten und Wissensgebieten
vermittelt. Damit werden die wertvollen und aufwendigen Tätigkeiten
der haupt- und ehrenamtlichen MitarbeiterInnen von Hilfswerk, Rotes
Kreuz, Caritas und Diakonie völlig ignoriert".
Der Aufbau einer zusätzlichen Koordinationsebene ist nicht
notwendig und verursacht nur zusätzliche Kosten. Sinnvoller wäre es,
die dafür vorgesehenen Mittel den Organisationen zur Verfügung
stellen, die bereits über entsprechende Erfahrungen verfügen, und
ihnen damit einen Zuschuss zur Freiwilligenarbeit zu geben. Weiters
fordern Hilfswerk, Rotes Kreuz, Caritas und Diakonie die Übernahme
der Unfallversicherung für Freiwillige durch das Land Kärnten und
damit Gleichstellung zur neuen Freiwilligenbörse.
Hilfswerk, Rotes Kreuz, Caritas und Diakonie betonen auch, dass
freiwilliges Engagement hauptberufliche Dienstleistungen ergänzt,
aber niemals ersetzen kann, und verwehren sich gegen Bestrebungen,
das Ehrenamt sukzessive oder teilweise zur Berufstätigkeit
umzufunktionieren.
Rückfragehinweis:
Hilfswerk, Landesgeschäftsstelle Kärnten
Dr. Brigitte Hingerl, Marketing und interne Kommunikation
Tel.: 050544-5009
mailto:[email protected]
http://kaernten.hilfswerk.at/
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