- 17.06.2011, 11:39:30
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Dramatischer Anstieg bei psychischen Erkrankungen
PsychologInnen sehen Lösungen in der Prävention
Wien (OTS) - Die heute vom Hauptverband der österreichischen
Sozialversicherungsträger veröffentlichten Zahlen bestätigen, worauf
der PsychologInnenverband schon seit langem hinweist. Als Folge der
neuen Herausforderungen unserer Gesellschaft sind weniger körperliche
als vielmehr psychische Probleme feststellbar, die sich vermehrt in
Krankenständen und Frühpensionierungen manifestieren. Rund 900.000
ÖsterreicherInnen sind wegen psychischer Erkrankungen in Behandlung.
"Rechtzeitige Prävention könnte helfen, einen Teil der dadurch
verursachten Kosten von 750 Millionen Euro zu reduzieren", ist Ulla
Konrad, Präsidentin des Psychologenverbandes, überzeugt und zeigt
Lösungsmöglichkeiten auf.
Menschen schon frühzeitig bei ihrer adäquaten Entwicklung zu
unterstützen und ihnen die Fähigkeit geben, mit gesellschaftlichen
Anforderungen besser umzugehen, dafür gibt es in der Psychologie
viele Methoden. Das kann mit der Entwicklungsdiagnostik bereits in
den ersten Lebensmonaten beginnen. Diese hilft dabei, eventuelle
Entwicklungsrückstände frühzeitig zu erkennen und zu behandeln.
Später können Lernprobleme und Verhaltensauffälligkeiten von
Kindern und Jugendlichen, wenn frühzeitig diagnostiziert, ebenfalls
gut behandelt werden.
ArbeitspsychologInnen sind in Betrieben präventiv tätig um
betriebliche Prozesse, Strukturen und unternehmenskulturelle Faktoren
zu optimieren. Diese Beratung findet in den Betrieben statt.
Entscheidend für den Gesundungsprozess ist die psychologische
Unterstützung von Einzelpersonen bei aktuellen Lebenskrisen wie bei
einem beginnenden Burnout, Konflikten am Arbeitsplatz oder in der
Beziehung, bei der Verarbeitung von Unfällen oder Krankheit.
"Um eine Verbesserung der psychischen Gesundheit zu ermöglichen,
sind alle politisch Verantwortlichen gefordert, dementsprechende
Rahmenbedingungen zu ermöglichen", fordert Konrad. Daher begrüßt es
die Präsidentin des Psychologen-verbandes, dass sich der Hauptverband
dieser gesamtgesellschaftlichen Herausforderung stellt.
Der Berufsverband Österreichischer PsychologInnen mit seinen
ExpertInnen bietet sich gerne als Kooperationspartner an, um
gemeinsam an Lösungen zu arbeiten. "Die vom Hauptverband aufgezeigten
Probleme machen ganz klar deutlich, dass es dringend an der Zeit ist,
mehr Psychologie in die Gesundheitsversorgung aufzunehmen, denn neue
Probleme fordern neue Lösungsansätze und eine intelligente
Versorgung", so Ulla Konrad abschließend.
Rückfragehinweis:
Mag. Monika Glantschnig
Tel.: 01 / 407 26 71-17
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