- 16.06.2011, 12:42:24
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CARE, Greenpeace und WWF aus Bonn: Globale Entwaldung bis 2020 stoppen!
Führende Umwelt- und Hilfsorganisationen fordern bei Klimakonferenz in Bonn internationale Wald-Partnerschaft
Bonn/Wien (OTS) - Über Details für einen globalen Mechanismus
für die Verringerung von Emissionen aus Entwaldung und Waldschädigung
in Entwicklungsländern (REDD+) wurde in den letzten Tagen in Bonn
verhandelt. Doch REDD+ allein wird nicht ausreichen, um den
dramatischen Rückgang der Regenwälder und den galoppierend
fortschreitenden Klimawandel aufzuhalten. Vielmehr fordern CARE,
Greenpeace und WWF, dass einzelne Regierungen klare Verpflichtungen
eingehen, um die weitere Zerstörung der Wälder schnellstmöglich zu
verhindern. Zusätzlich darf die Nachfrage nach Biotreibstoffen und
Tierfutter bzw. Weideland nicht dazu führen, dass noch mehr Wald für
landwirtschaftlich nutzbare Flächen Platz machen muss.
"Um das Überleben der Millionen armer Frauen und Männer zu
sichern, die von den Wäldern abhängig sind, ist es wichtig, dass wir
wertvolle Zeit in die Entwicklung eines komplexen Systems und von
Spielregeln für REDD+ investieren," kommentiert Agnes Otzelberger,
CARE-Expertin für Klimawandel und Nahrungssicherheit. "Aber ohne
ehrgeizige Verpflichtungen zu Emissionsreduktionen ist das, als ob
man die Lungenkrankheit eines Patienten behandeln würde, ohne ihn
aufzufordern, mit dem Rauchen aufzuhören!"
"Die USA und andere Staaten haben in Bonn die Entwicklungsstaaten
dazu aufgerufen, ihre Emissionen zu überwachen, zu überprüfen und
darüber Bericht zu legen ("MRV-System"). Aber was wir tatsächlich
brauchen ist, dass alle Länder transparent offenlegen, wie sie selbst
dazu beitragen, z.B. über öffentliche und private
Finanzierungsregelungen, dass der Waldverlust voranschreitet", so
Christoph Thies, Waldexperte von Greenpeace International.
Die Industrieländer als Hauptverursacher des Klimawandels müssen
eine ausreichende und verlässliche Finanzierung von REDD+
sicherstellen - spätestens bei der nächsten großen UN-Klimakonferenz,
die Ende des Jahres im südafrikanischen Durban stattfinden wird.
Gerald Steindlegger, WWF-Waldexperte:"Die Weltgemeinschaft muss
das nötige Geld aufbringen, um Länder mit viel Wald dabei zu
unterstützen, die Entwaldung zu stoppen. Investitionen in den Erhalt
des Waldes sind essenziell für Menschen und Natur."
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REDD: Reduction of Emissions from Deforestation and Forest
Degradation
Rückfragehinweis:
Agnes Otzelberger, CARE Österreich: +43 (1) 715 0 715-21, [email protected]
Christoph Thies, Greenpeace International: +49 171 883 11 07
Melissa Tupper, WWF: 001 202 569 0842, [email protected]
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