- 16.06.2011, 11:15:13
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Hundstorfer zu Arbeitsmarktöffnung: Erste Zahlen liegen vor - Ansturm blieb aus
8.700 Arbeitnehmer aus den östlichen Nachbarländern kamen im Mai zusätzlich nach Österreich
Wien (OTS/BMASK) - "Es liegen nun erste Zahlen über die
Zuwanderung von Arbeitskräften nach der Arbeitsmarktöffnung am 1. Mai
vor. So nahmen im Mai zusätzlich rund 8.700 Arbeitnehmer vor allem
aus Ungarn, Tschechien, der Slowakei und Polen eine Arbeit in
Österreich auf. Das macht zwei Promille der 3,4 Millionen
unselbstständig Beschäftigten in Österreich aus. Von einem Ansturm
von Beschäftigten aus diesen Staaten kann man daher keineswegs
sprechen", unterstrich Sozialminister Rudolf Hundstorfer Donnerstag.
Die Gesamtzahl der Beschäftigten aus den neuen EU-Staaten beträgt
84.855. ****
"Im Vergleich zum 1. Mai haben wir heute um fast 30.000
Arbeitslose weniger zu vermelden. Gleichzeitig steigt die
Beschäftigung, sodass die neuen ArbeitnehmerInnen aus unseren
Nachbarländern problemlos auf dem österreichischen Arbeitsmarkt
unterkommen konnten. Viele der ArbeitnehmerInnen aus Polen,
Tschechien, der Slowakei oder Ungarn sind als Saisonniers
beschäftigt, sodass hier zu keiner Wettbewerbssituation mit
einheimischen Arbeitnehmern gekommen ist", sagte der Minister.
Aus Ungarn sind rund 3.000 ArbeitnehmerInnen gekommen, aus Polen
2.500, 1.500 aus der Slowakei, 650 aus Slowenien und 800 aus
Tschechien.
Im Mai seien "ein gewisser Rückstau" an Anstellungen
"abgearbeitet" worden, so Hundstorfer. Viele Arbeitgeber - wie in
landwirtschaftlichen Betrieben - haben auf die Arbeitsmarktöffnung
gewartet, um problemlos Arbeitskräfte aus dem Osten anstellen zu
können. Es sei daher zu erwarten, dass sich nun mit jedem Monat die
Zahl der neuen Arbeitskräfte aus den östlichen Nachbarstaaten
verflacht. "Wir gehen daher weiter davon aus, dass die Umfragen und
die Studien, die wir vor der Arbeitsmarktöffnung durchführen ließen
und die eine Zuwanderung im Ausmaß von 20.000 bis 25.000
Arbeitnehmern prognostizieren, auf das ganze Jahr umgelegt zutreffen
werden", schloss Hundstorfer. (Schluss)
Rückfragehinweis:
Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz (BMASK)
Mag. Norbert Schnurrer, Pressesprecher des Sozialministers
Tel.: (01) 71100-2246
www.bmask.gv.at
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