- 16.06.2011, 10:14:15
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Bures: Feuerwehrführerschein und Rettungsgasse hilft Freiwilligen
Dank an die Arbeit Hunderttausender Freiwilliger in Österreich
Wien (OTS/BMVIT) - "Österreichs Hunderttausende Freiwillige
leisten unschätzbare Dienste für die Menschen im Land. Ich möchte
Ihnen anlässlich des morgigen Tags der Freiwilligen herzlichst dafür
danken. Es freut mich auch, dass ich deren Tätigkeit unterstützen
kann. Einerseits durch den Feuerwehrführerschein, andrerseits durch
die Schaffung der Rettungsgasse ab Jänner 2012", so
Verkehrsministerin Doris Bures.
Wer schnell hilft, hilft doppelt. Nach diesem Motto hat sich das
Verkehrsministerium mit den Rettungsorganisationen, Feuerwehren, mit
Polizei und ASFINAG nach eingehender Prüfung auf die Verankerung der
Rettungsgasse in der Straßenverkehrsordnung geeinigt. Wenn sich ein
Stau bildet, müssen die Autofahrer ab Jänner 2012 jeweils links und
rechts an den Straßenrand fahren. In der Mitte bildet sich so eine
Gasse mit freier Fahrt für Rettung, Polizei und Feuerwehr.
Die Rettungsgasse bewährt sich seit Jahren in unseren Nachbarländern
Deutschland, Schweiz, Tschechien und Slowenien. Ab kommendem Jahr
wird sie auch in Österreich gelten. Verkehrsministerin Doris Bures:
"Durch die Rettungsgasse sind die Helfer im Durchschnitt um vier
Minuten schneller zur Stelle. Und gerade in der Unfallerstversorgung
zählt jede Sekunde."
Anders war das Problem bei den Feuerwehren gelagert. Die 270.000
Mitglieder der 4.500 Freiwilligen Feuerwehren in ganz Österreich
haben sich in den letzten Jahren einem immer drängender werdenden
Problem gegenüber gesehen: Ihre Fahrzeuge werden aufgrund besserer
technischer Ausrüstung immer schwerer und überschreiten häufig das
Gesamtgewicht von 3,5 Tonnen. Aber viele der Feuerwehrlenker verfügen
nur über einen B-Führerschein, sie dürfen Fahrzeuge mit mehr als 3,5
Tonnen gar nicht lenken, weshalb sich ein Lenkermangel abgezeichnet
hat.
Um diese Gefahr hintanzuhalten, hat die Verkehrsministerin in enger
Kooperation mit dem Bundesfeuerwehrpräsidenten und mit ExpertenInnen
für Verkehrssicherheit folgende Lösung erarbeitet: Mitglieder der
Freiwilligen Feuerwehr brauchen keinen C-Führerschein, um
Feuerwehrfahrzeuge bis 5,5 Tonnen zu lenken. Sie müssen dafür aber
eine interne Ausbildung und eine interne Prüfung ablegen. Der
Landesfeuerwehrkommandant bestätigt schließlich diese Befähigung. Die
Regelung des Feuerwehrführerscheins gilt seit 1.1.2011.
"Damit ist einerseits die Verkehrssicherheit gewährleistet,
andererseits wird es dadurch weiterhin genügend Lenkerinnen und
Lenker für die Freiwilligen Feuerwehren und die Rettungen geben", so
die Verkehrsministerin. (Schluss)
Rückfragehinweis:
Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie
Susanna Enk, Pressesprecherin
Tel.: +43 (0) 1 711 6265-8121
mailto:[email protected]
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