• 15.06.2011, 13:00:36
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Allianz "RiskMonitor": Investoren fürchten sich vor Zinsentwicklung

Wien (OTS) - Risiko hat viele Gesichter: Unter insgesamt 17
abgefragten Kategorien liegt das Zinsänderungsrisiko auf Platz eins,
wenn man institutionelle Anleger in Europa nach ihrem größten Risiko
in den kommenden 12 Monaten befragt. Die Einschätzungen
institutioneller Investoren aus Österreich liegen dabei durchwegs im
europäischen Trend, wie eine aktuelle Umfrage von Allianz Global
Investors zeigt.

"Die Vielfalt und die Auswirkungen von finanziellen, aber auch
regulatorischen Risiken haben sich seit der Finanzkrise
vervielfacht", erklärt Martin Bruckner, Vorstand der Allianz
Investmentbank und Chief Investment Officer der Allianz Gruppe in
Österreich.

Zinsänderung und Marktvolatilität als größte Risken

Insgesamt sehen rund 70 Prozent der Befragten in Europa die
Entwicklung der Zinsen als ein großes Risiko für die Erreichung ihrer
Anlageziele an. Immerhin 61 Prozent bewerten die Entwicklung von
Staatsanleihen als riskant. Dies gehört zu den wichtigsten
Erkenntnissen der erstmalig von Allianz Global Investors (AllianzGI)
in elf europäischen Ländern unter 156 institutionellen Investoren
durchgeführten "RiskMonitor"-Umfrage.

Österreichische institutionelle Investoren schätzen Veränderungen
bei der Zinslandschaft als hohes Risiko (89 Prozent) ein, ebenso die
allgemeine Marktvolatilität. Einen starken Rückgang auf den
Aktienmärkten halten 78 Prozent für ein bedeutendes Risiko, im
Bereich von Staatsanleihen sind dies zwei Drittel. Bei den
regulatorischen Risken werden steigende Erfordernisse beim Reporting
von jedem Zweiten als Risiko eingestuft, strengere Regulierung von
etwa jedem Dritten.

Früher hätten diese Ergebnisse einen Trendwechsel in Aktienanlagen
markiert, jedoch sehen die Befragungsteilnehmer Marktschwankungen
allgemein und die Möglichkeit eines Kursrutsches bei Aktien ebenfalls
als bedeutende Risken an. Seit der Finanzkrise zeigt sich eine
deutliche Zunahme an Risken - das spiegelt sich auch in der Tatsache
wider, dass nahezu die Hälfte der Umfrageteilnehmer Extremrisiken, so
genannte "Tail Risks", inzwischen als bedeutendes Risiko wahrnimmt.
"Es ist nicht nur die Vielzahl an Risiken, denen institutionelle
Investoren gegenüber stehen, sondern Anleger nehmen Risiko inzwischen
als systemisches Phänomen wahr, da die unterschiedlichen
Risikokategorien sich potenziell immer stärker gegenseitig
beeinflussen können. In diesem Zusammenhang ist die große Zuversicht
im Hinblick auf die Stabilität des Euros, die in der Umfrage zutage
getreten ist, durchaus bemerkenswert", erklärt Elizabeth Corley,
Europachefin von AllianzGI. Nach der Umfrage glauben 76 Prozent der
institutionellen Anleger in Europa, dass der Euro in seiner
derzeitigen Form überleben wird, nur 6 Prozent der Befragten stimmen
dieser Aussage nicht zu.

Anlagedilemma

"Die früheren 'sicheren Häfen' sind verschwunden", äußert sich ein
Repräsentant eines österreichischen Pensionsfonds in der Umfrage.
Nichtsdestotrotz müssen institutionelle Investoren ihre Anlageziele
erreichen. "Auch wenn die Wahl aus Bewertungssicht leicht auf
europäische Aktien fallen dürfte, darf man nicht vergessen, dass die
Wahrnehmung von Risiken, die Risikotoleranz und die Risikobelastung
bei jedem Investor von vielen unterschiedlichen Faktoren abhängen und
somit sehr individuell ausgeprägt sind", sagt Reinhold Hafner, CEO
von risklab, einer Tochtergesellschaft von AllianzGI.

Die Kapitalmärkte haben sich seit der Finanzkrise stark verändert
und damit die Risikowahrnehmung, wodurch es notwendig erscheint, den
Rahmen für Risikomanagement zu überdenken. "Wir müssen von
rückwärtsblickenden und statischen Risikomodellen, die von einer
Normalverteilung ausgehen, zu einem zukunftsorientierten und
dynamischen Risikomodell-Rahmen kommen, der explizit Sachverhalte wie
Extremrisiken oder den Kollaps von Korrelationen unterschiedlicher
Anlageklassen mit einbezieht. Aktive und dynamische
Risikomanagementstrategien, die über reine Diversifikation
hinausgehen, werden immer wichtiger", erläutert Reinhold Hafner.

Regulatorische Risiken werden schwächer wahrgenommen

Befragt über ihre Bedenken im Hinblick auf regulatorische oder
eher strukturelle Risiken zeigen sich die institutionellen Anlager
zuversichtlich. Straffere Regulierung oder wachsende Anforderungen an
das Reporting wurden am häufigsten in dieser Risikokategorie genannt,
jedoch werden diese Risiken nur von 29 Prozent respektive 20 Prozent
der Befragten als bedeutend angesehen. "Die RiskMonitor-Umfrage
zeigt, dass institutionelle Anleger in Europa Vertrauen in die
rechtlichen und strukturellen Rahmenbedingungen haben, in denen sie
sich bewegen, und dass sie insgesamt zuversichtlich sind, die
Herausforderungen in diesem Feld zu meistern", sagt Elizabeth Corley,
nicht ohne zu erwähnen, dass eine Vielzahl an Regulierungen einen
erheblichen Einfluss auf Anlageentscheidungen und
Regulierungsbehörden verstärkt Systemrisiken für die Kapitalmärkte im
Blick hätten.

Über den AllianzGI RiskMonitor

Die erste RiskMonitor-Umfrage von AllianzGI wurde zwischen 14.
März und 8. April 2011 in elf europäischen Ländern (Dänemark,
Deutschland, Österreich, Finnland, Frankreich, Großbritannien,
Italien, Niederlande, Norwegen, Schweden und Schweiz) durchgeführt.
156 institutionelle Investoren (hauptsächlich Pensionsfonds), die ein
Volumen von 990 Mrd. Euro verwalten oder beraten, haben an der
Umfrage teilgenommen. Der vollständige Bericht kann im Internet
abgerufen werden unter:
http://www.ots.at/redirect/portfoliopractice-Riskmonitor

Über Allianz Global Investors

Allianz Global Investors (AllianzGI), der Asset Manager der
Allianz, verwaltet für Kunden weltweit rund 1.500 Mrd. Euro (Zahlen
per 31.12.2010). Die Investmentmanager, die unter den Marken Allianz
Global Investors, PIMCO und RCM auftreten, stehen jeweils für
unterschiedliche Anlagephilosophien und bieten Kunden ein sich stets
weiterentwickelndes Angebot an Produkten und Dienstleistungen. Rund
4.900 Mitarbeiter weltweit, davon mehr als 1.000
Investmentspezialisten, helfen unseren Kunden dabei, ihre Ziele zu
erreichen und verbinden globale und lokale Marktkenntnis mit
innovativen Lösungen und professionellem Service.

Downloads im Internet unter
http://www.unternehmen.allianz.at/presse/news

- Foto: Martin Bruckner ((C) Allianz) - Abdruck honorarfrei
- Pressemeldung als PDF
- Allianz Global Investors-Studie abrufbar unter
http://www.ots.at/redirect/portfoliopractice-Riskmonitor

Die Einschätzungen stehen wie immer unter den nachfolgend angegebenen
Vorbehalten.

Vorbehalt bei Zukunftsaussagen

Soweit wir in diesem Dokument Prognosen oder Erwartungen äußern
oder die Zukunft betreffende Aussagen machen, können diese Aussagen
mit bekannten und unbekannten Risiken und Ungewissheiten verbunden
sein. Die tatsächlichen Ergebnisse und Entwicklungen können daher
wesentlich von den geäußerten Erwartungen und Annahmen abweichen.

Neben weiteren hier nicht aufgeführten Gründen können sich
Abweichungen aus Veränderungen der allgemeinen wirtschaftlichen Lage
und der Wettbewerbssituation, vor allem in Allianz
Kerngeschäftsfeldern und -märkten, aus Akquisitionen sowie der
anschließenden Integration von Unternehmen und aus
Restrukturierungsmaßnahmen ergeben. Abweichungen können außerdem aus
dem Ausmaß oder der Häufigkeit von Versicherungsfällen (zum Beispiel
durch Naturkatastrophen), der Entwicklung der Schadenskosten,
Stornoraten, Sterblichkeits- und Krankheitsraten beziehungsweise -
tendenzen und, insbesondere im Bankbereich, aus der Ausfallrate von
Kreditnehmern resultieren. Auch die Entwicklungen der Finanzmärkte
(z.B. Marktschwankungen oder Kreditausfälle) und der Wechselkurse
sowie nationale und internationale Gesetzesänderungen, insbesondere
hinsichtlich steuerlicher Regelungen, können entsprechenden Einfluss
haben. Terroranschläge und deren Folgen können die Wahrscheinlichkeit
und das Ausmaß von Abweichungen erhöhen. Die hier dargestellten
Sachverhalte können auch durch Risiken und Unsicherheiten beeinflusst
werden, die in den jeweiligen Meldungen der Allianz SE an die US
Securities and Exchange Commission beschrieben werden. Die
Gesellschaft übernimmt keine Verpflichtung, Zukunftsaussagen zu
aktualisieren.

Keine Pflicht zur Aktualisierung

Die Gesellschaft übernimmt keine Verpflichtung, die in dieser
Meldung enthaltenen Aussagen zu aktualisieren. Bei der vorliegenden
Pressemitteilung handelt es sich um eine Marketingmitteilung. Die
vorliegenden Informationen stellen keine Anlageanalyse,
Anlageberatung oder Anlageempfehlung dar.

Rückfragehinweis:

Mag. Manfred Rapolter, MA
   Unternehmenskommunikation
   Allianz Gruppe in Österreich
   Hietzinger Kai 101-105
   1130 Wien
   Tel: 01/878 07 - 80690, Fax: - 40261
   E-Mail: [email protected] 
   Internet: http://www.allianz.at

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