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OTS0239   15. Juni 2011, 12:59

Bures: Pünktlichkeit im Schienenverkehr auf 97 Prozent gestiegen

Fahrgastrechte werden weiter gestärkt - Mehr Kundenorientierung und Pünktlichkeit im Personenverkehr


Verkehrsministerin Doris Bures präsentierte heute,
Mittwoch, eine Bilanz über die Umsetzung der Fahrgastrechte im
Schienenverkehr. "Vor einem Jahr haben wir die Rechte der Fahrgäste
im Eisenbahnverkehr gestärkt, indem wir sichergestellt haben, dass
Pendlerinnen und Pendler im Regionalverkehr Anspruch auf
Entschädigung haben", sagte Bures. Die Bilanz nach einem Jahr sei
äußerst positiv, so Bures. Die Pünktlichkeit der Bahnen konnte erhöht
werden - im ersten Quartal 2011 auf 97 Prozent. Beschwerden sind
deutlich zurückgegangen. Dennoch sei das Ziel klar: "Wir wollen mit
den ÖBB eine der besten Bahnen Europas haben und werden Maßnahmen
setzen, um Kundenorientierung und Pünktlichkeit weiter zu
verbessern." ****

Seit Dezember 2009 gilt eine EU-Verordnung, die bei Verspätungen
Entschädigungszahlungen für Reisende im Fernverkehr vorsieht. "Das
war mir zu wenig. Ich wollte auch mehr Rechte für diejenigen, die die
Bahn täglich im Nahverkehr nutzen", betonte Bures. Deswegen haben
seit April 2010 Jahreskartenbesitzer Anspruch auf Entschädigung im
Falle von Verspätungen. Dafür wurde von den Bahnen ein
Pünktlichkeitsgrad von 90 Prozent festgelegt. Werden diese nicht
erreicht, erhalten Besitzer einer Jahreskarte automatisch 10 Prozent
des Kartenpreises für den Monat, in dem der Zielwert unterschritten
wurde. Im ersten Quartal 2011 waren dies rund 400 Pendler, die von
den ÖBB insgesamt 10.000 Euro Entschädigung erhielten, berichtete
Bures. Im Fernverkehr bekamen 10.000 Zugreisende 277.000 Euro
Entschädigung, weil ihre Züge im Fernreiseverkehr mehr als eine
Stunde Verspätung hatten.

Seit 2009 konnten die ÖBB ihre Pünktlichkeit von 90,5 Prozent auf 94
Prozent (2010) bzw. 97 Prozent (1. Quartal 2011) erhöhen. "Wir wollen
uns noch weiter verbessern", unterstrich die Verkehrsministerin. Im
Herbst 2011 soll die Zielvorgabe für den Pünktlichkeitsgrad im
Fahrgastrechte-Gesetz festgelegt und auf 95 Prozent angehoben werden.
"Das bedeutet vor allem eine weitere Stärkung der Fahrgastrechte",
betonte Bures. Außerdem sollen die Unternehmen angespornt werden,
ihre Pünktlichkeit zu erhöhen. Weitere Maßnahmen für mehr
Kundenorientierung sind eine Reduktion der Langsamfahrstellen und
eine ausgeweitete Informationspflicht seitens der
Verkehrsunternehmen. "Meine Zielvorgabe lautet, dass bis 2014 durch
verstärkten Infrastrukturausbau alle fahrplanrelevanten
Langsamfahrstellen im Kernnetz beseitigt sind", sagte Bures. Und die
Verkehrsunternehmen sind verpflichtet, ihre Kundinnen und Kunden über
ihre Rechte - insbesondere im Fernverkehr - genauer zu informieren.
Denn "Kundenorientierung und Pünktlichkeit müssen Priorität haben",
betonte die Verkehrsministerin. (Schluss) sc/bj

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OTS0239 2011-06-15 12:59 151259 Jun 11 NSK0006 0391



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