• 15.06.2011, 12:51:50
  • /
  • OTS0234 OTW0234

Nicht gegeneinander, sondern miteinander!

Apothekerverbands-Präsident Bachleitner-Hofmann reagiert auf Aussagen des Österreichischen Seniorenrates zu Hausapotheken

Wien (OTS) - "Der Österreichische Apothekerverband nimmt die
Sorgen des Österreichischen Seniorenrates ernst. Grundsätzlich sind
wir selbstständige Apotheker für ein Miteinander aller
Gesundheitsberufe - zur bestmöglichen Versorgung der Patienten in
ganz Österreich", betont heute, Mittwoch, Dr. Friedemann
Bachleitner-Hofmann, Präsident des Österreichischen
Apothekerverbandes.

Die öffentliche Apotheke hat aber im Vergleich zur ärztlichen
Hausapotheke ein größeres Sortiment an Arzneimitteln, längere
Öffnungszeiten und sichert die Arzneimittelversorgung auch in der
Nacht und an Sonn- und Feiertagen. Vor allem aber auch dann, wenn bei
einfachen Haushalts- oder Freizeitverletzungen kein Arzt zur
Verfügung steht. Bachleitner-Hofmann: "Man muss auch an die kleinen
Befindlichkeitsstörungen denken, die keiner ärztlichen Intervention
bedürfen, sehr wohl aber einer öffentlichen Apotheke mit ihren
breiten Angeboten." Außerdem schafft eine öffentliche Apotheke mehr
Arbeitsplätze als eine ärztliche Hausapotheke.

Die Bevölkerung sieht in der Frage "Öffentliche Apotheken versus
Hausapotheken" kein Entweder-Oder, sondern plädiert mehr für
Zuwendungsmedizin. 91 % der Befragten fordern - laut gestern
veröffentlichter OEKONSULT-Umfrage vom Juni 2011 - eine gute
Honorierung der Ärzte dafür, dass sie ihren Patienten deutlich mehr
Zeit, Aufmerksamkeit und Zuwendung schenken.

Der Ärzteschwund am Land ist im Übrigen kein österreichisches
Phänomen, sondern betrifft viele Länder in Europa. Und das unabhängig
davon, ob Ärzte dort Hausapotheken führen dürfen oder nicht. Denn von
den 1.700 ärztlichen Hausapotheken in der EU finden sich immerhin
rund 900 in Österreich! In Deutschland gibt es keine
hausapothekenführenden Ärzte. Und trotzdem ist dort seit Längerem von
einem Mangel an Landärzten die Rede. "Schuld" sind dort - auch nach
Aussagen der eigenen Standesvertreter - die schlechteren
Arbeitsbedingungen, das veraltete Honorarsystem für
Allgemeinmediziner und die offenbar geringere Wertschätzung der
Landärzte innerhalb der Medizin.

Rückfragehinweis:
Mag. pharm. Hans Jakesz
Pressesprecher Österreichischer Apothekerverband
Tel. 0664/2020488

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | APV

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel