• 15.06.2011, 12:14:51
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E-Control begrüßt Novelle zum Ökostromgesetz

Wien (OTS) - Langfristiger Ökostrom-Zielpfad erleichtert
Planbarkeit - Energieversorgung im Wandel - Öffentliche Akzeptanz
auch für Infrastrukturanpassungen erforderlich - Reduktion des
Energieverbrauchs auch weiterhin Gebot der Stunde

Die heute im Ministerrat beschlossene Regierungsvorlage der
Novelle zum Ökostromgesetz wird von der E-Control grundsätzlich
begrüßt. "Positiv sehen wir, dass die Novelle einen klaren, planbaren
Ausbauzielpfad enthält.", zieht der Vorstand der E-Control, Mag. (FH)
Martin Graf positive Bilanz der Regierungsvorlage. "Der Ausbau von
Ökostrom erfordert auch Anpassungen in der Infrastruktur wie
Leitungsausbau und Integration dezentraler Erzeugungseinheiten in die
Stromversorgung - umso wichtiger ist ein solcher mittelfristiger
Entwicklungspfad."

Ambitionierter Ökostromausbau mit plus 10 TWh bis 2020

Das Ausmaß des Ausbaupfades ist sehr ambitioniert, es entspricht
aber noch dem realistisch umsetzbaren Ökostromvolumen. "Die in der
Novelle enthaltenen zusätzlichen 10 TWh entsprechen bei einem
Stromverbrauch von 55 TWh fast einem Fünftel des Strombedarfs der
Endkunden. Und bei solchen Anteilen verändern sich
Versorgungsstrukturen insgesamt.", erläutert Martin Graf.

Förderungsvolumen steigt auf rund 500 Millionen Euro

Das mit der Novelle vorgesehene Förderungsbudget, das bis zum Jahr
2015 von derzeit 350 Millionen Euro auf rund 500 Millionen Euro
ansteigen wird, ist für diesen Ausbau ausreichend. "Wir sollten aber
nicht übersehen, dass der Ökostromausbau nicht nur von den
Förderungen abhängig ist, sondern auch von der Genehmigungsfähigkeit
der Projekte und damit von der öffentlichen Akzeptanz.", weist Graf
auf einen wichtigen weiteren Einflussparameter hin. "Die Ziele werden
nämlich nicht erreichbar sein, wenn neue Windkraftprojekte und neue
Wasserkraftprojekte nicht genehmigt werden - da kann auch das beste
Ökostromgesetz nicht helfen. Aber es sind genau diese Technologien,
die bei weitem am meisten Ökostrommengen erzeugen.", so Martin Graf
weiter.

Verbessertes Finanzierungssystem

Auch die grundlegende Umstellung des Finanzierungssystems sieht
die E-Control positiv. "Das neue Finanzierungssystem erhöht die
Transparenz der Finanzierung und vermeidet die Diskussion über die
Höhe der Aufschläge der Stromlieferanten auf die Ökostromkosten. Das
ist mit dem neuen Finanzierungssystem nicht mehr möglich.", ist
Martin Graf überzeugt.

Jedenfalls muss mit den Mitteln der Stromkunden effizient
umgegangen werden. "Die von allen Stromkunden zu bezahlenden
Fördermittel müssen effizient eingesetzt werden, ein optimaler
Mitteleinsatz ist unerlässlich.", mahnt Graf.
Und weiter: "Förderungen sind kein Selbstzweck. Sie sollten dort
eingesetzt werden, wo Entwicklungen zukunftsfähiger Technologien
unterstützt und an eine Marktreife herangeführt werden." Auch da
setzt die Novelle richtige Schwerpunkte. Stromerzeugung aus teuren
Rohstoffen (Biomasse, Landwirtschaftsprodukte) wird sich nur in
geringerem Ausmaß durchsetzen, die Ausbauziele sind dort
konsequenterweise auch geringer.

Investitionen in die Infrastruktur weiterhin erforderlich

Nicht zuletzt die Diskussion um den Atomausstieg in Deutschland
hat gezeigt, dass Anpassungen in der Versorgungsstruktur unerlässlich
sind, damit die sichere Versorgung mit Elektrizität auch weiterhin so
gut wie bisher gewährleistet werden kann. Ein rascher Ausbau der
Netze und die Möglichkeit von dezentralen Eigenversorgungen werden
künftig noch wichtiger werden. Hier hat die E-Control bereits in der
Vergangenheit Rahmenbedingungen und Anreize für die Realisierung
notwendiger Investitionen geschaffen.

Energieeffizienz weiterhin im Fokus

Für eine nachhaltige Energieversorgung ist - neben den Maßnahmen
des Ökostromgesetzes - die Stabilisierung des Energieverbrauchs
unerlässlich. Die Anstrengungen im Bereich Energieeffizienz müssen
deutlich erhöht werden. "Es ist das Gebot der Stunde, konkrete
Maßnahmen für Energieeffizienz und einem bewussten Umgang mit Energie
zu setzen", so Martin Graf abschließend.

Rückfragehinweis:

E-Control
   Mag. Bettina Ometzberger
   Tel.: +43-1-24 7 24-202
   www.e-control.at
   Twitter: www.twitter.com/energiecontrol 
   Facebook: www.facebook.com/energie.control

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