- 14.06.2011, 09:09:01
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Berlakovich fordert verbindliches Rechtsabkommen für Europas Waldschutz
6. Ministerkonferenz von 14. bis 16. Juni in Oslo soll Startschuss geben
Wien/Oslo (OTS) - "Es ist sehr wichtig, ein europäisches
Rechtsabkommen zum Schutz der europäischen Wälder zu schließen.
Dieses soll darauf abzielen, die nachhaltige Waldbewirtschaftung in
Europa zu festigen und langfristig stabile Rahmenbedingungen für
diesen Sektor zu schaffen. Damit kann die Wettbewerbsfähigkeit
unserer Forstwirtschaft auf den internationalen Märkten erhöht
werden. Außerdem gilt es, die Leistungen des Waldes für die
nachhaltige Entwicklung, für den Klimaschutz und die Stärkung des
ländlichen Raumes besser zu verankern und hervorzuheben", so
Landwirtschafts- und Umweltminister Niki Berlakovich, der persönlich
zur 6. Ministerkonferenz zum Schutz der Wälder in Europa reist, die
von 14. bis 16. Juni 2011 in Oslo stattfindet.
Österreichische Initiative fällt auf fruchtbaren Boden
Derzeit gibt es in Europa nur rechtlich unverbindliche
Vereinbarungen zum Schutz und zur nachhaltigen Bewirtschaftung von
Wäldern. So existieren auf EU-Ebene eine EU-Forststrategie und ein
EU-Forstaktionsplan, für den gesamteuropäischen Raum Deklarationen
und Resolutionen. Um diese Situation zu verbessern, hat Österreich
bei der 5. Ministerkonfe-renz zum Schutz der Wälder in Europa 2007 in
Warschau angeregt, alle Möglichkeiten für ein diesbezügliches
Rechtsabkommen zu überprüfen.
Diese Initiative Österreichs ist auf ein durchwegs positives Echo
gestoßen. Unter dem Dach der Ministerkonferenz zum Schutz der Wälder
in Europa, der 46 Staaten einschließlich der Russischen Föderation
sowie die Europäischen Gemeinschaft als Signatare angehören, wur-den
unter dem Kovorsitz Österreichs zwei Arbeitsgruppen eingerichtet.
Diese hatten die Auf-gabe, in Vorbereitung der Oslo-Konferenz
verschiedene Optionen für ein solches Rechtsab-kommen aufzuzeigen.
Außerdem galt es, den Mehrwert gegenüber der derzeitigen Situation
darzustellen und mögliche Auswirkungen auf bestehende globale und
regionale Abkommen, Institutionen und Prozesse zu analysieren.
Ganz im Sinne der nachhaltigen, europäischen Forstwirtschaft
"Ich erwarte mir, dass alle Länder dieses notwendige Abkommen
unterzeichnen, das ganz im Sinne unserer nachhaltigen, europäischen
Forstwirtschaft ist", so Berlakovich weiter. Bei der im Rahmen der
Ministerkonferenzen geführten forstpolitischen Diskussion handelt es
sich um einen länderübergreifenden Prozess, der 1990 mit dem Ziel
eingeleitet wurde, die nachhaltige Bewirtschaftung der europäischen
Wälder zu fördern. Primär basierte er auf der freiwilligen
Verpflichtung der derzeit 47 Unterzeichner. Die EU ist seit Beginn
des Prozesses Vertragspar-tei und hat bislang alle Entschließungen
und Erklärungen mitgetragen. Die nun anstehende Ministerkonferenz
wird ein wichtiger Meilenstein für die nachhaltige
Forstbewirtschaftung in Europa sein.
Rückfragehinweis:
Lebensministerium, Pressestelle
Tel.: (+43-1) 71100 DW 6703, 6963
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