OTS0173   10. Juni 2011, 11:54

JUGENDVERTRETUNG: Schule muss Kinder fördern!

BJV fordert gemeinsame Schule und ganztägige Betreuung statt teurer Nachhilfekosten!


Die aktuelle AK-Studie zu Nachhilfekosten untermauert
für die Bundesjugendvertretung (BJV) die dringende Notwendigkeit
einer Bildungsreform: "Es kann nicht sein, dass 27 Prozent aller
Kinder Nachhilfe benötigen, um den Anforderungen der Schule gewachsen
zu sein. Stattdessen muss in den Schulen endlich individuelles Lernen
und Förderung der SchülerInnen im Mittelpunkt stehen", betont
BJV-Vorsitzende Johanna Zauner.
Eine wichtige Voraussetzung dafür sei die flächendeckende Umsetzung
einer gemeinsamen Schule, die allen Kindern die gleichen Chancen
bietet, so Zauner: "Der Bildungsweg von Kindern darf nicht länger vom
Wohnort oder dem Einkommen der Eltern abhängen. Nach wie vor können
sich viele Familien eine kostenpflichtige Zusatzförderung durch
Nachhilfe gar nicht leisten, das benachteiligt viele Kinder und
Jugendliche enorm!" Letztlich folgen zwei Drittel aller Kinder dem
Bildungsgrad ihrer Eltern nach, diese soziale Selektion werde durch
das hiesige Bildungssystem weiter verstärkt.
"Die Regierung muss jetzt endlich eine ernsthafte Bildungsreform
angehen, die den gesellschaftlichen Entwicklungen gerecht wird. Dafür
braucht es neben finanziellen und personellen Ressourcen auch das
Abrücken von althergebrachten Schemen wie 50-Minuten
Unterrichtseinheiten und der strikten Trennung des Bildungsweges ab
10 Jahren", fordert Zauner eindringlich.

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
OTS0173 2011-06-10 11:54 101154 Jun 11 BJV0001 0208



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Mag.a Nicole Pesendorfer
Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 0676/ 880 111 048
mailto: nicole.pesendorfer@jugendvertretung.at

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