- 10.06.2011, 11:46:53
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Mittelschüler-Kartell-Verband: 10 Forderungen zur Schulpolitik
1500 Schüler und Studenten tagen zu Pfingsten in der Steiermark. Zentrale Themen: Schulpolitik, Wehrpflicht und die Zukunft Europas.
Wien (OTS) - "MKV - Garten der Zukunft": So lautet das Motto der
diesjährigen Vollversammlung des Mittelschüler-Kartell-Verbandes,
einem Verband von 160 Studentenverbindungen und 20.000 Mitgliedern in
ganz Österreich. Der "Pennälertag" findet dieses Jahr in Hartberg
statt.
Der MKV hat vor allem die Bereiche Schulpolitik, Wehrpflicht und
Europa auf die Agenda gesetzt. "Jedes Jahr veranstalten wir unsere
Vollversammlung in einem anderen Bundesland, jedes Jahr kommen über
1500 Jugendliche um miteinander zu diskutieren, zu feiern und sich
Gedanken über die Zukunft zu machen." informiert MKV
Bundesvorsitzender Mag. Helmut Kukacka.
Als größter Schüler- und Absolventenverband Österreichs habe der
MKV die Aufgabe sich aktiv Gedanken über die Bildungspolitik zu
machen. "Wir sind der Meinung, dass auch die Schülerinnen und Schüler
ihre Meinung in der Bildungsreform einbringen sollen." ist Kukacka
überzeugt.
Schülerinnen und Schüler sollen mitgestalten können
Inhaltlich soll vor allem über ein neues "10
Punkte-Forderungsprogramm zur Schulpolitik" diskutiert werden. Darin
wird gefordert, dass das differenzierte, österreichische Schulwesen
beibehalten und in konkreten Bereichen verbessert werden solle. Die
Einheitsschule der 10- bis 14-Jährigen wird abgelehnt, die "Neue
Mittelschule" positiv bewertet.
Eine Lanze bricht der MKV auch für das 8-jährige Gymnasium. Diese
sei unter den angebotenen Schularten weiterhin unverzichtbar. Aber
die Durchlässigkeit des Schulsystems müsse gewährleistet sein. Sie
stellt sicher, dass die Schulwahl erst mit 14, und nicht wie von den
Gesamtschulbefürwortern behauptet, schon mit 10 Jahren getroffen
werden muss. "Jede Schülerin, jeder Schüler muss auch mit 14 ein
Wahlrecht unter den verschiedenen Schultypen AHS, BHS oder Lehre mit
Matura haben können." ist MKV Vorsitzender Kukacka überzeugt.
Ja zum Ethikunterricht
"Wir meinen: Schule soll fürs Leben vorbereiten. Sie soll Wissen
vermitteln, aber auch Orientierung in religiösen und moralischen
Fragen geben." so Kukacka. Der Staat sei gefordert, auch denen
ethische Grundwerte zu vermitteln, die sich vom Religionsunterricht
abmelden. "Für diese Schülerinnen und Schüler soll das verpflichtende
Fach "Ethik" eingeführt werden." fordert Kukacka.
Rückfragehinweis:
Gottfried Forsthuber
Tel.: 0699 133 00 140
mailto:[email protected]
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