- 09.06.2011, 13:25:52
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Facettenreichtum und Nischenthemen beim PRVA-Wissenschaftspreis 2011
Wien (OTS) - Zehn von insgesamt 41 eingereichten Arbeiten wurden
am 8. Juni in der "Sky Conference" der Raiffeisen Zentralbank im
Rahmen einer feierlichen Preisverleihung geehrt. Überreicht wurden
die Preise von Karlheinz Töchterle, Bundesminister für Wissenschaft
und Forschung, Hans Haider, Vorsitzender des Wissenschaftlichen
Senats des PRVA, und PRVA-Präsidentin Ingrid Vogl.
Der vom Wissenschaftlichen Senat des PRVA finanzierte
Wissenschaftspreis für Public Relations zeichnete heuer innovative
Ideen und bisher unerforschte Themenfelder aus.
Walter Rothensteiner, Generaldirektor der RZB, begrüßte als
Gastgeber sehr herzlich die 80 Anwesenden der Verleihung, bei der die
zehn PreisträgerInnen im Mittelpunkt standen. "Beim 125jährigen
Jubiläum der RZB hat das Thema Nachhaltigkeit eine große Bedeutung,
die RZB unterstützt deshalb gerne Preise, die an junge
AkademikerInnen verliehen werden und damit das PR-Engagement der
Gesellschaft für die Gesellschaft."
Im Anschluss berichtete Hans Haider, dass "der Wissenschaftliche
Senat des PRVA seit seinem Bestehen insgesamt mehr als 1 Million Euro
aufgebracht und davon über 600.000,- Euro für wissenschaftliche
Projekte ausgegeben hat. Ein Viertel dieser Summe finanzierte im
Herbst 2008 die erste Stiftungsprofessur für Public Relations an der
Universität Wien. Diese hatte Vorbildwirkung, denn mittlerweile gibt
es weitere PR-Professuren an der Universität Salzburg und der
FHWien."
Österreichs Universitäten sind besser als ihr Ruf
Bundesminister Karlheinz Töchterle äußerte sich zu "Schein und
Sein an unseren Hochschulen". "Mehrere Untersuchungen und auch ein
aktuelles Rankings belegen, dass österreichische Universitäten und
Fachhochschulen im Spitzenfeld liegen. In der Öffentlichkeit und in
den Medien dominieren jedoch negative Aspekte. Die Diskussion über
die desolaten Zustände an unseren Hochschulen steht für den Schein
und entspricht nicht der Realität. Durch diesen negativen Diskurs
kommen die positiven Leistungen nicht zur Geltung. Die mit dem
Wissenschaftspreis 2011 ausgezeichneten Arbeiten unterstreichen
nachdrücklich das positive Sein", so Töchterle.
SiegerInnen in drei Kategorien
Beeindruckend war die Anzahl der Einreichungen von Seiten der
Donau-Universität Krems, die mit den ersten drei Platzierungen in
ihrer Kategorie prämiert wurde. In den weiteren Kategorien gingen die
Auszeichnungen an die FHWien-Studiengänge der WKW, Universität Wien
und Universität Salzburg. Susanne Kleiner, MSc von der
Donau-Universität Krems wurde für ihre Masterthese "Litigation-PR für
Topmanager" ausgezeichnet. Für ihre Arbeiten zu den Themen
"Kategorisierung von PR-Strategien" (FHWien - Studiengänge der WKW)
sowie "Unternehmensgeschichte und Storytelling" (Universität Wien)
erhielten Mag. (FH) Petra Resedaritz und Mag. Elisabeth Leopoldinger
in ihrer Kategorie jeweils den ersten Preis. Einen "Innovationspreis"
erlangte Mag. Karin Eisl mit ihrer an der Universität Salzburg
verfassten Magisterarbeit "Public Relations und Ethik".
Zum Abschluss der Verleihungsveranstaltung sprach PRVA-Präsidentin
Ingrid Vogl zum Thema "PR braucht Wissenschaft" und betonte die
Praxisrelevanz wissenschaftlich aufgearbeiteter Themen. "Der PRVA
stellt mit der Preisverleihung einmal mehr unter Beweis, wie wichtig
uns Bildung und Ausbildung und vor allem die wissenschaftliche
Abhandlung von PR-Themen sind. In der PR-Welt tut sich derzeit sehr
viel. Die Entwicklungen sind durchwachsen von Zweifeln und bedürfen
unbestritten eingehender wissenschaftlicher Forschung. Wir vom PRVA
bekennen uns zu Qualität und Professionalität der PR-Arbeit.
Wissenschaftliche Arbeiten bereiten relevante Themen der
Kommunikation im Interesse täglich gelebter PR-Praxis auf. Deshalb
braucht PR die Wissenschaft", so Vogl.
Franz Bogner, wissenschaftlicher Delegierter des PRVA, moderierte
den Abend und lies auch die PreisträgerInnen in Form von
Kurzinterviews zu Wort kommen. Die Themenvielfalt spiegelte deutlich
die zunehmende Komplexität und Diversifizierung der Public Relations
wider. Außerdem wurden Arbeiten von integrierter interner
Unternehmenskommunikation, über Kommunikations-Controlling, Issue
Management, Social-Media bis hin zur Architektur als
Kommunikationsinstrument prämiert.
Hochrangige Expertenjury
Eine vierköpfige Jury von PR-Fachleuten bewertete die Arbeiten:
Prof. Dkfm. Franz Bogner (wissenschaftlicher Delegierter des PRVA),
Dr. Silvia Ettl-Huber (Internationales Journalismus Zentrum der
Donau-Universität Krems), Ao.Univ.-Prof. DDr. Benno Signitzer
(Institut für Kommunikationswissenschaft, Universität Salzburg) und
Prof. Dr. Peter Szyszka (Institut für Publizistik- und
Kommunikationswissenschaft der Universität Wien,
PRVA-Stiftungsprofessur). Kriterien waren wissenschaftliche
Aufbereitung und Praxisrelevanz.
Die Kurzfassungen der Siegerarbeiten sowie Fotos finden Sie unter
www.prva.at.
Der PRVA ist der größte unabhängige Kommunikationsverband
Österreichs. Mitglieder sind knapp 600 PR-Fachleute aus Agenturen,
Unternehmen, Organisationen, Institutionen, Gebietskörperschaften und
der Politik sowie 71 PR-Agenturen. Ziel des PRVA ist neben der
Interessenvertretung seiner Mitglieder, die fachlich fundierte Aus-
und Weiterbildung sowie die laufende qualitative Weiterentwicklung
der Branche. Die Mitglieder sind zur Einhaltung des PRVA-Ehrenkodex
und des Athener Codex verpflichtet. www.prva.at
Rückfragehinweis:
Dr. Ingrid Vogl; PRVA-Präsidentin:
Tel.: 01/ 31 00 740, mailto:[email protected]
Mag. Petra Schwiglhofer; PRVA-Sekretariat:
Tel.: 01/ 715 15 40, mailto:[email protected]
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