- 09.06.2011, 12:12:52
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SoHo: Sport ist für alle da!
Ohne Homophobie, Sexismus und Diskriminierung wäre der Sport noch um vieles schöner
Wien (OTS/SK) - Einerseits bietet der Sport ein ideales Lernfeld
und ist in vieler Hinsicht die Basis für gelebte Integration. Sport
ist aber ebensogut geeignet, Stereotype zu transportieren,
vorgefasste Kategorisierungen hochleben zu lassen. "Wir sind uns
dessen bewusst und wollen gezielte Maßnahmen setzen, um die positiven
Möglichkeiten im Sport zu fördern und die negativen Auswüchse
zurückzudrängen", formuliert Beate Schasching, Präsidentin des
ASKÖ-Landesverbandes Wien, die Strategie. ****
ASKÖ Wien und SoHo planen mit Unterstützung der SPÖ eine gemeinsame
Kampagne zur Thematik Homophobie im Sport. "Es darf niemand wegen
seiner sexuellen Identität benachteiligt werden - schon gar nicht im
Sport", betonen Beate Schasching, Präsidentin der ASKÖ Wien, und
Peter Traschkowitsch, Bundes- und Wiener Landesvorsitzender der SoHo
(Sozialdemokratie und Homosexualität).
"Wir wissen wie nahe Sexismus und Homophobie beieinander liegen, wir
erkennen die Zusammenhänge, wenn von Rassismus und
Fremdenfeindlichkeit geprägte rechtsradikale Fangruppen ihre
Wutausbrüche in ebendiese Richtung lenken."
Besonders deutlich werden diese Phänomene im Fußball. Dazu gibt es
aktuell eine Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung, die diese
Verknüpfungen aufzeigt und analysiert. Es ist scheinbar undenkbar,
dass ein männlicher Fußballer schwul ist. Ebenso schwingt das
Vorurteil der lesbischen Fußballerin mit, wenn vom Damenfußball die
Rede ist. Das zeigt einerseits wie sehr geprägt die Bilder von
Sportarten sind, und wie sehr daher die Aktiven SportlerInnen diesen
Rollen gerecht werden müssen. Dementsprechend ist es für lesbische
Sportlerinnen oder schwule Sportler doppelt schwer, ihre sexuelle
Identität ohne Angst und ständiger Diskriminierung zu leben.
Fairness, Toleranz und Respekt sind im Sport wichtige Werte, die es
zu leben gilt. Lesbische Sportlerinnen und schwule Sportler versuchen
oft aus Angst, wegen ihrer Homosexualität nicht Ernst und
diskriminiert zu werden, den heterosexuellen Schein für die
Öffentlichkeit zu wahren. Dies ist für die Sportlerinnen und Sportler
eine große psychische Belastung, die sich auf sportliche Leistungen
negativ auswirkt. "Den ersten Schritt soll eine gemeinsame
Aufklärungskampagne bilden. Ziel dieser Kampagne wird es sein, eigene
Maßnahmen, Schulungen, Fortbildungen zu diesem Themenfeld anzubieten
und Sportlerinnen, Sportler und Angehörige zu sensibilisieren", so
Schasching und Traschkowitsch.
Am letzten Landesparteitag der SP Wien vom 28. Mai 2011 wurde ein
gemeinsamer Antrag zur Homophobie im Sport einstimmig angenommen.
Damit wurde die Basis gelegt, um die weiteren politischen und
organisatorischen Schritte zu setzen. "Daher freut es uns sehr, dass
sowohl ASKÖ Wien als auch SoHo diese gemeinsame Aktion, unterstützt
von der SPÖ Wien, planen und durchführen. Ziel ist es, mehr Respekt
und Akzeptanz in unsere Gesellschaft zu bringen", so Beate
Schasching und Peter Traschkowitsch abschließend. (Schluss) up/mp
Rückfragehinweis:
SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien
Tel.: 01/53427-275
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