- 09.06.2011, 10:53:37
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ÖHV-Sommerbarometer: Mehr Gäste, mehr Umsatz
Top-Hotellerie sieht Verbesserung bei Preisdurchsetzung
Wien (TP/OTS) - Optimistisch sieht Österreichs gehobene Hotellerie
dem Sommer entgegen: Die derzeitige Stimmungslage der Top-Betriebe
lässt mehr Nächtigungen und höhere Umsätze erwarten. Bei der
Preisdurchsetzung könnte es besser aussehen, aber die Ertragslage der
Betriebe bleibt angespannt. Steigende Kreditzinsen werden eine
immense Herausforderung für die Hotellerie, die die Politik ernst
nehmen muss.
52 % der 1.200 befragten Mitglieder der Österreichischen
Hoteliervereinigung (ÖHV) erwarten für den Sommer mehr Nächtigungen,
19 % gehen von einer schwarzen Null aus. Immerhin 29 % denken, dass
sie das Vorjahresergebnis nicht erreichen - eine starke Steigerung
zum Vorjahr, als 41 % positive und 38 % negative Erwartungen hatten.
Den Ausschlag geben die Stadthoteliers: Sie erwarten zu 66 % ein
Plus, die Ferienhotellerie zu 46 %.
Auch die Umsätze sollen steigen
Auch bei den Umsätzen liegen die Erwartungen deutlich über den
Werten der Vorjahressaison: 55 % gehen heuer von einer Steigerung aus
gegenüber 45 % im Vorjahr. Rückgänge erwarten heuer 30 % nach 38 % im
Vorjahr. Auch hier schlägt das Pendel deutlich in den positiven
Bereich.
Preislage bessert sich, aber wirtschaftliche Situation bleibt
angespannt
Die Preisdurchsetzung sieht besser aus, als sie ist: 56 % der
Hoteliers sehen die Situation wie im Vorjahr, 25 % besser, 19 %
schlechter. "Man darf aber nicht vergessen, dass die Preislage im
Vorjahr durchwachsen war. Für die schwierige wirtschaftliche
Situation der Betriebe bringt der Sommer also keine Verschnaufpause",
fordern die ÖHV-Präsidenten Sepp Schellhorn und Peter Peer bessere
wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen für kleine und mittlere
Unternehmen (KMU).
Angesichts hoher Steuerbelastung, steigender Energiepreise und der
nötigen Fremdfinanzierung für Investitionen der Hotellerie müsse die
Politik die akuten Probleme der KMU ernst nehmen: "Die meisten
Betriebe arbeiten am Rande der Rentabilität. Das bestätigt auch der
Tourismusbericht des Wirtschaftsministeriums, den der
Tourismusausschuss des Parlaments am Dienstag diskutiert hat - leider
ohne konkrete Ergebnisse. Steigende Kreditzinsen durch
Konjunkturwachstum und Basel III werden jedenfalls eine immense
Herausforderung für die Hotellerie", so die Unternehmer.
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http://www.tourismuspresse.at/redirect/oehv35
Die ÖHV gestaltet als freiwillige und parteiunabhängige
Interessenvertretung der führenden Hotellerie durch Lobbying die
Rahmenbedingungen für modernes Unternehmertum. 1.200
Mitgliedsbetriebe nutzen operative Dienstleistungen in Marketing und
Weiterbildung genauso wie ihren Vorsprung durch Innovation und
Vernetzung. Mit rund 152.000 Betten - das entspricht zwei Drittel der
Kapazität in der 4- bis 5-Sterne-Superior-Hotellerie - und mehr als
40.000 Mitarbeitern erwirtschaften die ÖHV-Mitglieder einen
Gesamtumsatz von rund 3 Mrd. Euro. Die Tourismus- und
Freizeitwirtschaft generierte als Österreichs Wirtschaftsmotor 2010
über direkte und indirekte Wertschöpfung 15,1 % des BIP und jeden 5.
Vollarbeitsplatz.
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