• 09.06.2011, 09:48:37
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Rostocker Forscher entwickeln Trainingssimulator für "Fliegende Schiffe"

Rostock/Darmstadt/Graz (ots) -

- Querverweis: Bildmaterial ist abrufbar unter
  http://www.presseportal.de/galerie.htx?type=obs -

Bodeneffektfahrzeuge, ein Mix aus Schiff und Flugzeug, sind aufgrund
ihrer Besonderheiten sowie der hohen Geschwindigkeiten auch für
erfahrene Kapitäne ohne Training kaum steuerbar. Als wesentlichen
Beitrag für die praxisnahe Schulung der Fahrzeugführer entwickelte
das Fraunhofer IGD mit seinen Partnern den ersten
BEF-Trainingssimulator Europas.

Bodeneffektfahrzeuge (BEF) haben einige Vorteile. Durch den
Bodeneffekt gleiten sie quasi auf einem Luftkissen, das sich in einer
Höhe von ein bis drei Metern über der Wasseroberfläche bildet. Da sie
kein Wasser verdrängen müssen, verbrauchen sie deutlich weniger
Treibstoff als herkömmliche Hochgeschwindigkeitsboote. Damit sind sie
gleichzeitig schnell und umweltfreundlich.

Durch die hohe Geschwindigkeit und die Bewegung in der Grenzschicht
zwischen Wasser und Luft stellt die Führung eines BEF selbst
erfahrene Kapitäne vor große Herausforderungen. Um die Fahrzeuge
sicher bewegen zu können, entwickelten die Forscher des Fraunhofer
IGD im Verbundprojekt "MARSPEED" gemeinsam mit der Universität
Rostock und der Hochschule Wismar einen Trainingssimulator. Die
Trainingsvorteile für die künftigen Kapitäne der
Hochgeschwindigkeitsgefährte sind schnelle Praxiserfahrungen im
Steuern und das gefahrlose Trainieren von Extremsituationen.

Heute wird der erste BEF-Trainingssimulator Europas am Fraunhofer IGD
in Rostock offiziell eingeweiht. Ähnliche Systeme gibt es in Singapur
und Korea. "Bodeneffektfahrzeuge sind ein neuer, schneller
Verkehrsträger mit großem Zukunftspotenzial. Der jetzt mit unseren
Partnern hier in Rostock aufgebaute Simulator leistet einen wichtigen
Beitrag, dieses Potenzial auch am Standort Deutschland zu nutzen",
sagt Prof. Dr.-Ing. Uwe Freiherr von Lukas vom Fraunhofer IGD,
Projektkoordinator von "MARSPEED". Das MARSPEED-Konsortium verhandelt
bereits mit Investoren zur kommerziellen Nutzung der Ergebnisse.

Das Projekt wurde vom Bundesministerium für Wirtschaft und
Technologie gefördert und durch die regionalen Unternehmen MarineSoft
GmbH, compren GmbH, OSAM GmbH sowie MARSIG mbH fachlich und
finanziell unterstützt.

Rückfragehinweis:
[email protected]
Tel.: +49 6151 155-146 oder -441

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