- 09.06.2011, 08:00:44
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"profil": EU-Kommissar Hahn wehrt sich gegen Plagiatsvorwürfe
Neues Gutachten zu Hahns Dissertation: Zitierungen entsprechen "damaligen Usancen" - Kritik an Weber-Gutachten
Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Freitag
erscheinenden Ausgabe berichtet, wehrt sich EU-Kommissar Johannes
Hahn mit einem neuen Gutachten gegen Plagiatsvorwürfe rund um seine
Dissertation. Hahn engagierte dafür den Rechtsanwalt und
Urheberrechtsexperten Gottfried Korn. Hahn habe übernommene
Textstellen zwar nicht immer mit Anführungszeichen, aber durchwegs
mit Fußnoten gekennzeichnet, was damals (1987) "übliche Praxis"
gewesen sei, so Korn: "Damit kann man Hahn keinesfalls eine
Täuschungsabsicht unterstellen, die Voraussetzung für ein Plagiat
wäre", so der Anwalt. Ein von ihm beauftragter Gutachter sei zu
demselben Ergebnis gekommen. Hahns Doktorarbeit habe "den damaligen
Usancen zur Kenntlichmachung übernommener Texte entsprochen".
Das vom grünen Abgeordneten Peter Pilz beim Plagiatsjäger Stefan
Weber bestellte Gutachten enthalte "schwere Fehler" und gehe von
einem "unwissenschaftlichen Plagiatsbegriff" aus, so Korn.
Auch Hahns Doktorvater Peter Kampits betont im Gespräch mit
"profil", dass es "auf unserem Institut bis in die neunziger Jahre
hinein keine verbindlichen Zitiervorschriften gegeben hat. Ich habe
mich von Hahn niemals getäuscht gefühlt."
Plagiatsjäger Weber bleibt bei seinen Vorwürfen. Bereits ab 1976
sei in der Bibliothek des philosophischen Instituts ein Fachbuch
aufgelegen. "Darin gibt es keinen Hinweis auf Zitierung nur durch
Fußnoten."
Rückfragehinweis:
"profil"-Redaktion, Tel.: (01) 534 70 DW 3501 und 3502
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