- 08.06.2011, 16:25:39
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KARAWANKENTUNNEL: ASFINAG TRIFFT MASSNAHMEN FÜR URLAUBERVERKEHR
50km/h-Limit, zusätzliche Feuerwehr im Portalbereich und vorbeugendes Aktivieren der Lüftung sorgen für größtmögliche Tunnelsicherheit an den Reise-Wochenenden
Villach (OTS) - In gut drei Wochen beginnt die Haupt-Urlaubszeit
in diesem Jahr. Neben dem Meilenstein mit der Verkehrsfreigabe beider
Röhren des Tauerntunnels gilt ein weiteres Hauptaugenmerk der ASFINAG
auch dem einröhrigen Karawankentunnel. Bereits seit einigen Monaten
werden von den Tunnelbetreibern ASFINAG und DARS (SLO) Maßnahmen für
den Sommer-Reiseverkehr vorbereitet. Im Zuge der heutigen Sitzung der
Betreiber, der so genannten "Zwischenstaatlichen Kommission", wurden
einige Vorhaben konkret beschlossen. Dazu zählen etwa an
verkehrsstarken Wochenenden eine Absenkung der erlaubten
Geschwindigkeit von 80 auf 50 km/h, ein vorbeugendes Hochfahren der
Tunnel-Lüftung sowie die Stationierung eines zusätzlichen
Feuerwehr-Teams im Bereich des Tunnelportals auf österreichischer
Seite.
Der Karawankentunnel, den die ASFINAG gemeinsam mit der slowenischen
DARS betreibt, wurde bereits in den letzten Jahren erheblich
aufgerüstet. Schon 2006 wurden die Notruf-Infrastruktur im Tunnel
sowie die Beschallung in den Portalbereichen erneuert. 2008/2009
erfolgten die Sanierung der Abluftkanäle sowie die Erweiterung der
Software und die Optimierung der automatischen Brandprogramme. Die
Beleuchtung wurde 2009 erneuert. In diesem Jahr wurden acht aktive
Geschwindigkeitskontrollen und zwei Abstandskontrollen
(Verkehrszeichen beginnt zu blinken, wenn ein Lenker zu schnell fährt
oder zu dicht auffährt) installiert. Sechs weitere Abstandskontrollen
werden bis Ende 2011 in Betrieb sein.
Mit einer durchschnittlichen täglichen Verkehrsbelastung von etwa
7.300 Fahrzeugen ist der Karawankentunnel einer der
verkehrsschwächsten Anlagen im ASFINAG-Netz. Lediglich in den
Sommermonaten gibt es - bedingt durch den Reiseverkehr -
Verkehrsspitzen. Die ASFINAG hat im Rahmen der regelmäßigen
Abstimmungen mit dem slowenischen Autobahnbetreiber DARS für den
Sommer-Reiseverkehr 2011 ein Maßnahmenbündel vereinbart. Dieses wurde
einer Risikoanalyse unterzogen. Das Fazit des Gutachters: Die
getroffenen Maßnahmen führen zu einer gravierenden Reduktion des
Unfall-Risikos:
\x{2588} Geschwindigkeitsreduktion bei starkem Verkehrsaufkommen von 80 km/h
auf 50 km/h, Geschwindigkeits- und Abstandskontrollen \x{2588} Reduktion des
Risikos für Verkehrsunfälle um 40 %
\x{2588} Verbesserungen des bestehenden Lüftungssystems (Sanierung der
Abluftkanäle 2008/2009), präventive Aktivierung der Lüftung bei
starkem Verkehrsaufkommen \x{2588} Reduktion des Brandrisikos um knapp 25 %
\x{2588} Stationierung einer Feuerwehreinheit direkt am Tunnelportal, um im
Falle eines Brandes einen raschen Löscheinsatz im Tunnel leisten zu
können. Entwicklung eines gefährlichen Brandszenarios bereits in der
Entstehungsphase verhindern \x{2588} Reduktion des Brandrisikos um rund 19 %
\x{2588} Lkw-Fahrverbot (Sommer-Reise-Verordnung) im Karawankentunnel
Insgesamt sorgen die drei bereits fixierten Maßnahmen für eine
Reduktion des Brandrisikos von rund 38 % sowie eine Reduktion des
Gesamtrisikos von rund 40 %.
Der Karawankentunnel zur Urlaubszeit. Das durchschnittliche
Verkehrsaufkommen liegt bei 7.300 Fahrzeugen pro Tag. An den
Reisewochenenden des Vorjahres lagen die Spitzenwerte zwischen 9.000
und 13.000 Fahrzeugen. Lediglich an einem Tag (31. Juli 2010) wurde
mit 15.700 Fahrzeugen ein "Ausreißer" nach oben registriert.
Durch die Verkehrsfreigabe des Tauerntunnels und der dadurch
erreichten Vierspurigkeit zwischen Salzburg und dem Knoten Villach
ist ein Anstieg dieser Werte beim Karawankentunnel nicht zwingend zu
erwarten. Die Fahrzeuge werden aber unter Umständen innerhalb
kürzerer Zeit als bisher zum Tunnel kommen. Durch die Mautstelle in
Rosenbach vor dem Karawankentunnel und das Herabsetzen des
Tempolimits auf 50 km/h im Tunnel wird sichergestellt, dass der
Verkehr langsam und gleichmäßig durch den 7,8 Kilometer langen Tunnel
fließt. "Das und die weiteren Maßnahmen von DARS und ASFINAG
garantieren die größtmögliche Verkehrssicherheit im bestehenden
Tunnel", betont Rainer Kienreich, Geschäftsführer der ASFINAG Service
Gesellschaft.
Die Zukunft des Karawankentunnels. Das Ausbaukonzept der ASFINAG
sieht die weitere lüftungstechnische Aufrüstung und die Schaffung von
Fluchtmöglichkeiten vor, welche auch mit Einsatzfahrzeugen befahren
werden können. Diese Maßnahmen sollen bis Ende 2019 umgesetzt werden.
Die derzeitige Verkehrsbelastung im Karawankentunnel liegt bei 7.300
Fahrzeugen. Die vorliegenden Verkehrsprognosen für das Jahr 2025
gehen von maximal 11.000 Fahrzeugen pro Tag aus. Eine zweite
befahrbare Tunnelröhre ist gemäß Richtlinien ab einer Belastung von
20.000 Fahrzeugen pro Tag vorgesehen. Daher spricht sich die ASFINAG
zum aktuellen Zeitpunkt für die Errichtung eines Fluchtstollens sowie
den Einbau eines kombinierten Lüftungssystems aus. Die Schätzkosten
dafür liegen bei rund 85 Millionen Euro. Damit ist auch nach 2019 die
Verkehrssicherheit des Karawankentunnels nach den gültigen
Richtlinien und Vorschriften gewährleistet.
Villach, 8.6.2011
Rückfragehinweis:
ASFINAG SERVICE GESELLSCHAFT Mag. Anita Oberholzer Pressesprecherin für OÖ und Salzburg Tel.: Tel:+43 (0) 50108-15933, Mobil:+43 664-60108 15933 mailto:[email protected] Fax: +43 (0) 50108-15932
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