Kundgebung gegen iranischen Vorsitz beim OPEC-Treffen
STOP THE BOMB demonstriert gegen Ahmadinejad-Vertrauten Aliabadi in Wien
Wien (OTS) - Das Bündnis STOP THE BOMB wird am Mittwoch, den 8.
Juni um 9:30 in Wien am Schottenring/Ecke Wipplingerstraße unter dem
Motto "Keine Bühne für das iranische Regime" gegen den iranischen
Vorsitz beim OPEC-Treffen protestieren. Die von STOP THE BOMB
organisierte Kundgebung wird u.a. vom Liberalen Forum, den Grünen
Andersrum, der Initiative Sozialdemokratie und Homosexualität, der
Aktion gegen den Antisemitismus, der Demokratischen Partei
Kurdistan-Iran und den Christen an der Seite Israels unterstützt.
Ursprünglich wollte Mahmoud Ahmadinejad an dem Treffen teilnehmen,
bei dem der Iran erstmals seit 1979 den Vorsitz führen wird. Nun
schickt er auf Grund der inneriranischen Machtkämpfe laut letzter
Meldungen einen seiner engsten Vertrauten: den kürzlich als
interimistischen Ölminister nominierten Mohammed Aliabadi. Die
Sprecherin von STOP THE BOMB, Simone Dinah Hartmann, kritisiert, dass
Wien erneut zur Bühne für das iranische Regime wird: "In jedem Fall
wird ein ranghoher Vertreter des Regimes beim OPEC-Treffen vertreten
sein, um mit Ministern arabischer Despotien und linkspopulistischen
Unterstützern des iranischen Regimes wie den Vertretern Venezuelas
das weitere Business zu koordinieren. Die Vertreter des Regimes
nutzen ihre internationalen Auftritte regelmäßig zur Verbreitung
ihrer mörderischen Ideologie. Das werden wir nicht unwidersprochen
hinnehmen. Die inneriranischen Streitereien über die Teilnahme am
OPEC-Treffen verweisen zugleich auf die Achillesferse des Regimes:
Das Überleben der Diktatur aus Ajatollahs und Revolutionswächtern,
die Konferenzen zur Leugnung des Holocaust veranstaltet, Israel mit
der Vernichtung droht und unbeirrt an ihrem Nuklearprogramm festhält,
wird durch den Öl- und Erdgasexport gewährleistet. Dementsprechend
fordern wir unverzügliche scharfe Sanktionen im Energiesektor, um dem
Regime die Fortsetzung seiner Projekte zu verunmöglichen."
Auch Hiwa Bahrami von der Demokratischen Partei Kurdistan-Iran
kritisiert die fortgesetzten Geschäfte mit den Machthabern in
Teheran: "Kurz vor dem Jahrestag des Beginns der massiven Repression
gegen die iranische Freiheitsbewegung wollen wir daran erinnern: Wer
mit dem Regime Geschäfte macht, unterstützt seine Politik. Und
Österreich betreibt genau das: Die österreichischen Exporte in den
Iran sind letztes Jahr trotz aller Sanktionen gewachsen, die Importe
sind um fast 400 Prozent gestiegen."
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