• 04.06.2011, 08:00:40
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"profil": Erneut massive Kritik an Gerald Matt

Kunsthallen-Direktor ließ Besucherzahlen frisieren - laut Ex-Chefkurator Mießgang herrschen in dem Haus "vordemokratische Verhältnisse"

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag
erscheinenden Ausgabe berichtet, gibt es neue Vorwürfe gegen den
Wiener Kunsthallen-Direktor Gerald Matt. In einem Aktenvermerk, den
Matt Matt im Mai 2003 an seine Geschäftsführung übersandte, hielt er
bezüglich der Besucherzahlen, fest, dass er "bei Eröffnungen (so wie
früher auch) von zwischen 1300 und 1500 Personen ausgehen" würde. "In
diesem Fall 1327 Personen." Und: "Nichts desto trotz sollten für den
internen Gebrauch die mittels Klicker festgestellten Besucherzahlen
weiterhin erhoben werden."

Ein Briefwechsel mit dem einstigen VP-Kulturstadtrat Peter Marboe
aus 2002 belegt, dass man ihm die klammheimliche Amtsverlängerung
Matts fast eineinhalb Jahre lang verschwiegen habe. Matt ließ sich im
Jahr 2000 von seinem Vorstand bereits Jahre vor Ablauf seines
Vertrags als Direktor bestätigen. Marboe schrieb, er könne die
Vorgehensweise des Vorstandes "nur als unangebrachten Hohn
empfinden".

Zudem ließ sich Matt 2008 privat 8000 Euro für "Jurytätigkeiten
für die Invest Kredit Sammlung" auszahlen - von Heinz Mathis, einem
Geschäftspartner von Kunsthallen-Präsident Thomas Häusle.

Auch Thomas Mießgang, langjähriger Chefkurator des Hauses und
wegen angeblicher Datenweitergabe an Dritte fristlos entlassen,
kritisiert die in der Kunsthalle herrschenden "vordemokratischen
Verhältnisse". Man habe den Eindruck gewinnen müssen, die Kunsthalle
werde von Matt "per Diensthandy aus Fünf-Stern-Hotels in aller Welt
geleitet".

Rückfragehinweis:
"profil"-Redaktion, Tel.: (01) 534 70 DW 3501 und 3502

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