• 03.06.2011, 09:54:23
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VP-Leeb ad Kunsthallen Vorstand: Auftragsgutachten vom Verursacher sind abzulehnen!

Objektive Unbedenklichkeit der Vorgänge rund um die Kunsthalle Wien können nur Staatsanwaltschaft und Kontrollamt bestätigen

Wien (OTS) - "Auch wenn noch so viele Auftragsgutachten von der
Kunsthalle veröffentlicht werden, können die Zweifel in dieser
Angelegenheit wohl nur von unabhängigen Institutionen ausgeräumt
werden. Und das sind in diesem Fall nur Staatsanwaltschaft und
Kontrollamt", so ÖVP Wien Kultursprecherin LAbg. Isabella Leeb in
einer Reaktion auf den neuerlichen Persilschein der von der
Kunsthalle beauftragten Wirtschaftsprüfungs- und
Steuerberatungskanzlei IB Interbilanz Hübner.

Da in dem gestern erschienenen Bericht lediglich die Genehmigungen
der Dienstreisen kritisiert wurden, ist es schwer, diesen Bericht als
wirklich objektiv zu betrachten. Demnach ist die Kunsthalle ja
geradezu eine Vorzeigeinstitution. Aber die wirklichen Fragen wurden
gar nicht zum Thema gemacht: Warum hat Direktor Matt tatsächlich
einen Dienstvertrag, der ihm Privilegien zum Schaden der Wiener
Steuerzahler einräumt? Ist es normal, dass sich der Direktor
praktisch das halbe Jahr auf Dienstreisen befindet? Warum können
Mitarbeiter der Kunsthalle für private Projekte des Direktors
eingesetzt werden und könnten sich diese Mitarbeiter überhaupt diesen
Aufgaben entziehen, ohne beruflichen Schaden zu nehmen? Warum gibt es
keinen Betriebsrat? Wurde für die Verleihung von Staatsbürgerschaften
gegen Sponsorgelder zugunsten einer privaten Stiftung von Vorstand
und Direktor der Kunsthalle bei politischen Entscheidungsträgern
interveniert? All das sind und bleiben höchst aufklärungsbedürftige
Vorgänge. Interessant ist die Tatsache, dass die Kunsthalle derzeit
gerade einen Controller sucht, der die Aufgabe der "Unterstützung des
Direktors und der Geschäftsführung durch strategische
Entscheidungsvorbereitung" hat. Dies scheint eine erste Reaktion auf
die selbst in Auftrag gegebenen Gutachten zu sein und lässt zumindest
die Vermutung zu, dass von der Geschäftsführung bisher offenbar nicht
mit der entsprechenden Genauigkeit gearbeitet wurde.

"Kulturstadtrat Mailath-Pokorny ist aufgerufen, sich hier für
objektive Aufklärung einzusetzen, statt die von der Kunsthalle selbst
in Auftrag gegebenen und über die Subvention vom Steuerzahler zu
bezahlenden Gutachten für bare Münze zu nehmen", so Leeb
abschließend.

Rückfragehinweis:
ÖVP-Klub der Bundeshauptstadt Wien
Tel.: T:(+43-1) 4000/81 916, F:(+43-1) 4000/99 819 60
mailto:[email protected]

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