• 01.06.2011, 14:16:50
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Spindelegger: "Rechte der Bahaì-Gemeinschaft im Iran schützen"

Vizekanzler und Außenminister Michael Spindelegger zeigt sich besorgt über Repression gegen die Gemeinschaft der Baháì im Iran.

Wien (OTS) - Aktuellen Berichten zufolge kam es in den vergangenen
Wochen im Iran zu Hausdurchsuchungen und Verhaftungen von Personen,
die mit einem eigens von und für Mitglieder der iranischen
Baháí-Gemeinschaft geschaffenem Bildungsinstitut in Verbindungen
standen. Anhängern der Religion der Baháí bleibt der Besuch einer
regulären Universität aufgrund ihres Glaubens im Iran verwehrt. Die
jüngsten Hausdurchsuchungen und Verhaftungen stellen damit einen
weiteren Versuch dar, den Zugang der Baháì-Gemeinschaft zu Bildung
einzuschränken.

"Die Nachrichten über eine weitere Verschärfung der Repression
gegenüber der Baháì-Gemeinschaft durch die iranische Regierung sind
besorgniserregend. Das Recht auf Bildung ist ein grundlegendes
Menschenrecht, das jedem zusteht, egal, welcher Glaubensgemeinschaft
er angehört. Die Einschränkung des Zugangs zu Bildung für junge Baháì
ist nicht akzeptabel", erklärte Vizekanzler und Außenminister Michael
Spindelegger. "Ich appelliere an die iranische Regierung, die
Diskriminierung dieser religiösen Minderheit zu beenden und ihre
Rechte voll zu respektieren."

Bereits im Februar 2011 hatte Außenminister Spindelegger seinen
iranischen Amtskollegen Ali Akbar Salehi in Genf auf die kritische
Menschenrechtssituation - insbesondere für religiöse Minderheiten -
angesprochen. In den letzten Monaten hat sich die Lage der Baháì im
Iran deutlich verschlechtert. "Menschen wegen ihres Glaubens zu
verfolgen, ist ein eindeutiger Verstoß gegen die Menschenrechte. Der
Iran muss seine auch international eingegangenen Verpflichtungen
einhalten", so Spindelegger abschließend.

Die Bahai-Religion ist eine weltweit verbreitete, unabhängige
monotheistische Religion. In Österreich ist die Bahai-Religion eine
anerkannte Bekenntnisgemeinschaft.

Rückfragehinweis:
Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten
Presseabteilung
Tel.: +43(0)501150-3262,4549,4550; F:+43(0)501159-213
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