• 31.05.2011, 12:19:54
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RTR-GmbH fördert ORF-Projekt für hybrides Fernsehen

"ORF TVthek" und Co. kommen auf den TV-Schirm

Wien (OTS) - Das Internet-Portal "ORF TVthek", das den Abruf
einzelner Beiträge oder ganzer Sendungen des ORF auf Computern,
Tablets oder Smartphones erlaubt, soll in Zukunft auch direkt auf
Fernsehgeräten nutzbar sein. Über die TVthek hinaus, will der ORF
noch weitere Internet-Dienste, wie beispielsweise sein Textangebot
"orf.at", für die Verwendung am Fernsehgerät aufbereiten. Die
Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH (RTR-GmbH) fördert ein
entsprechendes Forschungs- und Entwicklungsprojekt des ORF mit rund
204.000 Euro aus dem Digitalisierungsfonds. Der Betrag entspricht 40
% der Gesamtkosten. "Regelmäßige Untersuchungen belegen, dass der
Konsum klassischer Fernsehprogramme trotz des Internets nicht
abnimmt, sondern sogar noch zunimmt" stellt Dr. Alfred Grinschgl,
Geschäftsführer des Fachbereichs Medien der RTR-GmbH, fest. "Dennoch
steigt auch die Nutzung von Videoinhalten im Internet von Jahr zu
Jahr erheblich an. Es ist daher als ein Teil der Zukunft des
Rundfunks zu betrachten, dass Fernsehen und Internet zusammenwachsen
und dass die Fernsehveranstalter ihre Programme auf ein und demselben
Gerät sowohl zur linearen, als auch zur zeitunabhängigen Nutzung
anbieten."

Das Projekt der ORF Online-Direktion setzt auf den offenen
europäischen Standard HbbTV, mit dem Internet-Angebote für
TV-Bildschirme angepasst werden können. Voraussetzung für den Abruf
HbbTV-basierter Dienste ist eine Verbindung des Fernsehgeräts zum
Internet.

Sogenannte "connected TVs", Fernsehgeräte also, die mittels
Breitband-Anschluss auch Inhalte aus dem Internet darstellen können,
finden ein rasant wachsendes Interesse bei den Konsumenten. Rund
175.000 solcher "connectable devices" wurden im Jahr 2010 in
Österreich bereits verkauft. Das sind rund 20 % aller im vergangenen
Jahr verkauften Flachbildschirme. Im Jahr 2009 lag deren Anteil erst
bei knapp 7 %.

Bisher werden die Nutzer von Internet-verbundenen TV-Geräten
praktisch ausnahmslos auf technologisch eigenständige
Internet-Portale der Hersteller geleitet, die dort die Auswahl der
abrufbaren Inhalte bestimmen. Mit dem offenen Standard HbbTV können
Programmveranstalter dagegen ihre eigenen Internetadressen im
Rundfunksignal ausstrahlen und den Zuseher so direkt auf ihre
Plattformen lenken. In Deutschland bieten die großen, kommerziellen
Fernsehveranstalter und die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten
bereits HbbTV-basierte Dienste an. Im Gegensatz zu deren, ausnahmslos
über eine Internetverbindung abzurufenden Inhalten, will der ORF
einige Basisdienste seines künftigen HbbTV-Angebots bereits im
herkömmlichen Rundfunksignal auf die Fernsehgeräte senden. Erste
HbbTV-fähige Fernsehgeräte und Settop-Boxen sind bereits im Markt,
zahlreiche weitere sind für den Herbst angekündigt.
Expertenschätzungen zufolge werden in etwa fünf Jahren rund 80 %
aller stationären TV-Geräte Internet-fähig sein.

Rückfragehinweis:
Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH
Andreas Kunigk
Tel.: +43 (0)1 58058-168
mailto:[email protected]

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