- 30.05.2011, 12:06:43
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Wr. Gemeinderat - SP-Troch: "Wien muss blaues Desaster erspart bleiben"
Wien (OTS/SPW-K) - "Die FPÖ widmet sich gerne dem Thema
Heldenverehrung, dabei muss sie sich aber die Frage gefallen lassen,
ob es ihr dabei um die Auseinandersetzung mit Figuren der
germanischen Heldensagen geht, oder ob sie auch aktuellere Bezüge
erkennt", erklärt SP-Gemeinderat Dr. Harald Troch heute im Rahmen der
Aktuellen Stunde im Wiener Gemeinderat.
Die Geschichte habe gezeigt, wohin der Kult um das sogenannte
tausendjährige Reich und die deutschnationale Ideologie hingeführt
habe. Die Republik Österreich wurde 1945 als "komplette Anti-These"
zum totalitären nationalsozialistischen Führerstaat mit seinem
Rassismus und seinem Verhetzen gegründet, stellt Troch klar und
kritisiert die FPÖ für deren "unsägliche Deutschtümelei, bedenkliche
Nostalgie und die Verharmlosung des Nationalsozialismus, für die es
kein Verständnis geben kann".
Deutliche Worte findet Troch auch angesichts der "undifferenzierten
Totengedenken" der Strache-FPÖ: "Das nationalsozialistische Regime
hat mit dem 2. Weltkrieg und dem Holocaust die größte menschliche
Katastrophe der Geschichte zu verantworten", trotzdem gehe die FPÖ
bei ihrem Heldengedenken am 8. Mai über die Tatsache hinweg, dass es
auch eine ganze Anzahl von Kriegsverbrechern gegeben habe. "Diese mit
den vielen Unschuldigen, die verhaftet, gequält und ermordet wurden,
auf eine Stufe zu stellen und ihnen im Sinne einer Pflichterfüllung
zu gedenken, ist völlig inakzeptabel", erklärt Troch und betont: "Wir
haben die moralische Pflicht uns dieser Schuld zu stellen und gegen
jede Art der Verharmlosung aufzutreten. Und wenn die FPÖ Helden
verehren will, so sei ihr etwa Claus Schenk von Stauffenberg oder
Rosa Jochmann empfohlen".
"Doch die FPÖ ist anders. So ist Strache am 21. November 2009 bei
einem Treffen deutschnationaler Burschenschafter dabei, bei dem alle
drei Strophen des Deutschlandslieds gesungen werden. In Amstetten ist
das Verhalten der FPÖ-Fraktion im Gemeinderat, nicht für die
Aberkennung der Ehrenbürgerschaft Adolf Hitlers zu stimmen,
skandalös. Und die Fraktionsführerin der FPÖ Kashofer ist seit dem
Jahr 1995 notorisch bekannt, als sie in einem Flugblatt mit den
Worten 'das Verbotsgesetz ist nur eingeführt worden, um die
Gebildeten unter den Kritikern mundtot zu machen' auffiel".
Die Verantwortungslosigkeit der FPÖ zeige sich aber auch besonders
deutlich in der Wirtschaftspolitik. "Wo blau regiert, werden Desaster
unsäglichen Ausmaßes verursacht. Viele - etwa die Vorgänge rund um
Grasser und Meischberger - kommen nun ans Tageslicht. Daher ist klar:
Wien muss vor diesen blauen Desastern verschont bleiben", so Troch
abschließend. (Schluss) lok
Rückfragehinweis:
SPÖ Rathausklub, Presse Mag. Louis Kraft Tel.: (01) 4000-81 943 mailto:[email protected] http://www.rathausklub.spoe.at Fax: (01) 533 47 27-8192
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