• 30.05.2011, 10:57:13
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NÖAAB zeigt auf: Offensichtliche Misswirtschaft der SPÖ/FSG führt in Privatisierung

Woher kommt Verlust von jährlich 700.000 Euro im Seminarhotel Hirschwang?

St. Pölten (OTS/nab ) - Der Antrag des NÖAAB-FCG auf ein Ende der
Geldverschwendung im Seminarhotel Hirschwang wurde von
SPÖ-AK-Präsident Haneder und seiner Fraktion mit folgenden Worten
abgelehnt: "Die 700.000 Euro müssen uns Hirschwang wert sein". Nur
wenige Tage später entgegnet AK-Direktor Guth in den Medien, dass das
Seminarhotel zum Verkauf stünde - Verhandlungen mit einer Hotelkette
seien bereits im Laufen. SPÖ-Präsident Haneder will also weiter Geld
zuschießen, sein Direktor Guth will privatisieren. "Dies zeigt einmal
mehr, dass die Verantwortlichen in der AKNÖ orientierungslos agieren.
Statt sich klar für die Interessen der Beschäftigten und der Region
einzusetzen herrscht Verwirrung und Uneinigkeit, die letztendlich
einen nachhaltigen Schaden für alle Beteiligten zur Folge haben kann.
Dieses Vorgehen führt zwangsläufig dazu, dass diese ungezügelte
Schuldenentwicklung, die von der FSG durch ihr Verhalten gefördert
wird, sich für alle negativ auswirken wird. Damit macht sich die
SPÖ/FSG mitverantwortlich, wenn sich Mitarbeiter um ihren
Arbeitsplatz Sorgen machen müssen. Es ist verantwortungslos, wenn
hier keine klaren Entscheidungen getroffen werden, die den Standort
absichern und nicht zu rechtfertigende Abgänge verhindern", so
NÖAAB-Landesgeschäftsführer KR Franz Piribauer.

NÖAAB-LAbg. Hermann Hauer befürchtet großen Schaden für die
Region: "Wenn die SPÖ/FSG das Seminarhotel genau so verkauft, wie sie
es geführt hat, dann ist es nur eine Frage der Zeit bis es zugesperrt
ist." Hauer vermutet aber andere Gründe für den hohen Verlust:
Hirschwang ist auch das Hotel, in dem die SPÖ ihre Seminare abhält.
"Von großen Klausuren mit Leitner, Steindl und Co. bis hin zu
kleineren SPÖ-Seminaren wird alles in Hirschwang abgehalten. Ist es
möglich, dass Parteifreunde hier weniger bezahlen oder eigene
Spezial-Tarife verrechnet werden? Immerhin gibt es in
Niederösterreich eine Reihe ähnlich großer Häuser die äußerst gut
wirtschaften", fragt Hauer. Der NÖAAB fordert jedenfalls, dass das
Seminarhotel auch nach einem allfälligen Verkauf nachhaltig bestehen
bleibt und dies bei den Verhandlungen berücksichtigt wird sowie eine
Offenlegung wie es zu diesen Verlusten gekommen ist. "Die
Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer müssen erfahren warum ihr Geld
dermaßen umfangreich versenkt wurde", betont Piribauer.

Für 2006 und 2007 hieß es im AK-Jahresbericht, dass mit fast
20.000 Nächtigungen die Kapazitätsgrenzen im Seminarhotel Hirschwang
erreicht seien, obwohl bereits damals ein jährlicher Verlust von über
570.000 Euro verbucht werden musste. Bis 2010 gingen die
Nächtigungszahlen immer weiter nach unten, auf rund 17.000 und einen
Verlust von bereits 700.000 Euro. Innerhalb der letzten 6 Jahre
wurden AK-Beiträge in der Höhe von 3,5 Mio. zur Tilgung der Abgänge
aufgewendet. Der sündteure Ausbau um mehrere Millionen Euro zu einem
4-Sterne Hotel einige Jahre davor hat die Verlustkurve also stark
verschlechtert. "Insgesamt ist das Seminarhotel in der bestehenden
Form ein Millionengrab für die Pflichtbeiträge der Arbeitnehmerinnen
und Arbeitnehmer", so Piribauer.

Rückfragehinweis:

NÖAAB
   Mag. Günther Haslauer
   Presse und Politik
   Tel.: 0664/ 136 26 55
   mailto:[email protected]
   www.noeaab.at

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