OTS0090   27. Mai 2011, 10:54

Generali-Chefarzt warnt: Hohes Verletzungsrisiko durch Trendsport - BILD


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BILD zu OTS - Im Bild V.l.n.r.: Dr. Wolfgang Munda (Chefarzt Generali) und Franz Lindenberg (Präsident Österreichischer Bergrettungsdienst)

Bergrettung und Generali starten neue Initiative zur
Unfallprävention bei Mountainbikern & Co.
Analyse der Verletzungsmuster - stark steigender Frauen-Anteil bei
Mountainbike-Unfällen. Generali zahlt für 26.000 Unfallopfer.

Zum Start der neuen Sommer-Outdoor-Saison setzen die
Österreichische Bergrettung und ihr Partner Generali neue
Initiativen, um Risiko-Prävention und Risiko-Management zu
intensivieren. Vor allem die Ausübung von aktuellen Trendsportarten
wie Mountainbiken (MTB), Wandern, Bergsteigen und Klettern sowie auch
Drachenfliegen und Paragleiten birgt ein hohes Verletzungsrisiko.
Darauf haben der Österreichische Bergrettungsdienst und die Generali
Versicherung bei einem Pressegespräch in Wien hingewiesen.

Generali-Chefarzt Dr. Wolfgang Munda stellt auf Basis einer
Analyse der Freizeitunfall-Statistik des Kuratoriums für
Verkehrssicherheit fest, dass - gemessen an allen Sterbefällen in
Österreich - der Anteil der Verkehrsunfälle mit Todesopfern
rückläufig ist, der Anteil tödlicher Freizeitunfälle jedoch steigt.
Auch die Anzahl der bei Sportunfällen Verletzten wächst, wobei beim
Mountainbiken der Anteil verletzter Sportlerinnen stark gestiegen
ist. Beim Mountainbiken erhöhte sich der Anteil der verletzten
Sportlerinnen innerhalb eines Jahres von 13,2% auf 22,2%. Beim
Wandern/Bergsteigen verunglücken mehr Frauen als Männer, jedoch hat
sich bei dieser Sportart der Anteil verletzter Frauen von 58,7% auf
51,4% reduziert.

"Ranking" der Verletzungen

Aus seiner Praxis als Leiter der Versicherungsmedizin bei der
Generali, dem größten Schaden-/Unfallversicherer Österreichs,
erstellte Munda ein "Ranking" der häufigsten Verletzungen bei den
wichtigsten Trendsportarten:

Beim Mountainbiken sind gelenksnahe Unterarmbrüche die häufigsten
Verletzungen, gefolgt von Handgelenks- und Handwurzelverletzungen.
"Diese Blessuren entstehen insbesondere beim Versuch, einen Sturz
reflexartig abzufangen", betont Munda. Stürze über die Lenkstange
führen zum dritthäufigsten Verletzungsmuster, nämlich
Schlüsselbeinfrakturen und Verletzungen im Bereich der
Schultergelenke. Kopf- und Wirbelsäulenverletzungen nennt Munda an
vierter Stelle. Auch Becken-, Oberschenkel- und Unterschenkelbrüche
sind immer wieder Folgen von Unfällen beim Mountainbiken. Wirksame
Maßnahmen zur Prävention sind aus medizinischer Sicht das Tragen von
Helm, MTB-Handschuhen und -Schuhen, aber auch das Absolvieren eines
Technikkurses und effiziente Radchecks.

Beim Wandern und Bergsteigen führen dem Generali-Chefarzt zufolge
Ausrutschen und Stürze vor allem zu Knochenfrakturen sowie Sehnen-
und Muskelverletzungen. Durch Verstauchungen, Prellungen und
Zerrungen werden vor allem Fußgelenk und Knöchel in Mitleidenschaft
gezogen. Munda: "Vorbeugen können die Freizeitsportler diesen
Verletzungen insbesondere dadurch, dass sie nur bei entsprechender
körperlicher Fitness eine Tour in Angriff nehmen und bei schlechter
Wettervorhersage nicht zu einer Tour aufbrechen." Auch das richtige
Schuhwerk und die adäquate Ausrüstung spielen bei der Unfallverhütung
eine wichtige Rolle.

Als Hauptursache für Unfälle beim Klettern ortet Wolfgang Munda
menschliches Versagen, vor allem eine überzogene Selbsteinschätzung.
Deshalb treten sehr oft Überlastungssymptome wie Ellbogen- und
Schulterschmerzen, aber auch Innenmeniskusschäden auf. Häufigste
Sturzverletzungen sind Blessuren an den oberen Extremitäten, vor
allem an den Händen. Besonders häufig treten Ringbandverletzungen an
den Fingern auf - eine Folge der Überbelastung beim plötzlichen
Abrutschen, wenn das volle Körpergewicht mit den Fingern zu halten
ist. Um Unfällen beim Klettern vorzubeugen, muss u.a. auf Kondition,
Können und Ausrüstung geachtet werden. Beim Indoor-Klettern tritt
übrigens ein stark reduziertes Unfallrisiko auf, weil eine häufige
Unfallursache, nämlich Steinschlag, ausscheidet und auch "Abstürze"
zumeist sehr glimpflich ausgehen.

Die Trendsportarten Drachenfliegen und Paragleiten weisen - so wie
das Klettern - ein besonders breites Verletzungsspektrum auf. Beim
Startlauf und bei der Landung kommt es immer wieder zu Verletzungen
des Sprunggelenks. Als weitere Verletzungsarten nennt Munda Frakturen
in den Bereichen Becken, untere Extremitäten und Wirbelsäule. Ein
Absturz mit einem derartigen Flugsportgerät führt im Extremfall zu
einem Polytrauma, auch mit Todesfolge. Bei dieser Trendsportart
schützen sich die Sportler ebenfalls in erster Linie durch eine
professionelle Ausbildung und die korrekte Risiko-Einschätzung vor
Unfällen.

Leistungen der Generali für 25.600 Unfallopfer

Unfälle bei der Ausübung der Trendsportarten können nicht nur zu
schweren Verletzungen, sondern auch zu gravierenden finanziellen
Problemen führen. Denn bei Freizeitunfällen besteht kein
Versicherungsschutz seitens der gesetzlichen Unfallversicherung.
Daher haben insgesamt 482.700 ÖsterreicherInnen bei der Generali eine
private Unfallversicherung abgeschlossen. Im Jahr 2010 erbrachte die
Generali finanzielle Leistungen für mehr als 25.600 Unfallopfer.

Die Kosten einer privaten Unfallversicherung werden oft
überschätzt. Eine umfassende Generali-Unfallvorsorge kostet für eine
30-jährige Frau nur 10 Euro pro Monat, für einen gleichaltrigen Mann
16 Euro und für eine Familie mit zwei Kindern 29 Euro - also nicht
einmal 1 Euro pro Tag. Die Unfallversicherung inkludiert Such-,
Rettungs- und Bergeaktionen sowie Helikoptertransport und reicht bis
hin zu kosmetischen Operationen. Für dauernde Invalidität kann der
Konsument die Versicherungssumme individuell festlegen, er kann auch
eine monatliche Unfallrente vereinbaren. Bei der Generali sorgen
professionelle Rehab-Manager nach einem Unfall für die bestmöglichen
weiterführenden Behandlungen und auch für die berufliche und soziale
Wiedereingliederung. Für manche Trendsportarten (zum Beispiel Free
Climbing, Bergsteigen/Klettern ab Schwierigkeitsgrad 5, Flugsport)
werden "maßgeschneiderte" Versicherungslösungen angeboten.
Wer einen "Förderer-Beitrag" an den Österreichischen
Bergrettungsdienst entrichtet (derzeit mindestens 22 Euro pro Jahr),
unterstützt nicht nur die Bergrettung, sondern genießt auch den
Schutz einer speziellen "Rettungskosten-Versicherung".

Weitere Bilder unter:
http://www.apa-fotoservice.at/galerie/1333

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
OTS0090 2011-05-27 10:54 271054 Mai 11 EAG0001 0788



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Tel.: (01) 534 01-11375
josef.hlinka@generali.at
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