Plassnik: Serbien stellt die Weichen in Richtung Zukunft
ÖVP-Abgeordnete zur Verhaftung von Ratko Mladic
Wien (OTS/ÖVP-PK) - Die ehemalige Außenministerin und
ÖVP-Abgeordnete Dr. Ursula Plassnik begrüßte heute, Donnerstag, die
Nachricht von der Festnahme Ratko Mladics. "Serbien hat sich aus
eigener Kraft von einem zentnerschweren Rucksack befreit. Jetzt hat
Belgrad die Weichen endgültig in Richtung Zukunft gestellt. Mladic
ist kein Held, sondern ein mutmaßlicher Massenmörder. Er wird vor
Gericht gestellt, und es erwartet ihn ein faires rechtsstaatliches
Verfahren in Den Haag. Seine Opfer hingegen hatten keine Chance.
Meine Gedanken sind in dieser Stunde in respektvoller Trauer bei
ihnen."
"Die Serben und Serbinnen stellen damit klar, dass sie willens und in
der Lage sind, sich selbst von den Dämonen der Vergangenheit zu
befreien", zeigte sich Plassnik erfreut. "Die Internationale
Staatengemeinschaft hat lange auf diesen Moment gewartet. Nach dem
Belgrader Umsturz im Oktober 2000 und der Festnahme und Auslieferung
von Slobodan Milosevic im April 2001 hat Serbien nunmehr die nächste
große Wegmarke in der Überwindung des nationalistischen Albtraums
gesetzt", so Plassnik.
"Mit der Verhaftung von Mladic kann auch der Völkermord von
Srebrenica, diese furchtbare offene Wunde im europäischen Gewissen,
endlich zu heilen beginnen", so die Abgeordnete.
"Möge dieser Tag zum Neuanfang für die serbische Jugend werden. Jetzt
gilt es, mit vereinten Kräften an der regionalen Versöhnung und einer
positiven wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamik für Serbien
und die ganze Region zu arbeiten. Nur so kann Serbien sein großes
Potential in der Region und in Europa voll entfalten", so Plassnik.
Die VP-Abgeordnete erinnerte daran, dass das österreichische
Parlament das Stabilisierungs- und Assoziierungsabkommen EU-Serbien
im November 2010 einstimmig genehmigt hat. "Österreich wird sich in
der EU tatkräftig für die baldige Verleihung des Kandidatenstatus an
Serbien einsetzen", sagte Plassnik in Unterstützung der
diesbezüglichen Ankündigung von Außenminister Dr. Michael
Spindelegger.
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