• 26.05.2011, 15:21:03
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Exporttag 2011: Neue Märkte für "saubere" Gewinne

Wirtschaftspartnerschaften sind Impulse für Investitionen in Entwicklungs- und Schwellenländern

Wien (OTS) - Immer mehr Unternehmen erobern mit strategischen
Partnerschaften Märkte der Zukunft in Entwicklungs- und
Schwellenländern. Mit innovativen Geschäftsideen schaffen sie
attraktive Arbeitsplätze, faire Einkommen und Perspektiven für die
Menschen vor Ort. Die Austrian Development Agency (ADA), die Agentur
der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit, unterstützt sie
dabei.

Neue Märkte erschließen, Lieferketten sichern, riskante
Investitionen wagen, unternehmerisch erfolgreich sein und
gleichzeitig ökologisch und gesellschaftlich verantwortlich handeln -
für gute Geschäfte in Afrika, Asien, Lateinamerika, Ost- und
Südosteuropa stellen sich moderne Unternehmen großen
Herausforderungen und finden in der Austrian Development Agency einen
professionellen Partner.

"Bei der Internationalisierung von Unternehmen zeigt sich ein
starker Trend weg vom klassischen Export, hin zu strategischen
Kooperationen mit Ländern des Südens und Ostens - egal, ob es sich um
KMU oder große Konzerne handelt. Attraktive Expansions- und
Gewinnchancen werden zunehmend mit nachhaltigen Wirtschaftsmodellen
verknüpft. Darum unterstützen wir innovative Business-Ideen für
Entwicklungs- und Schwellenländer im Rahmen von
Wirtschaftspartnerschaften - mit Know-how, guten Kontakten und
Förderungen bis zu 200.000 Euro. Schließlich ist die Privatwirtschaft
ein wichtiger Motor für Entwicklung, wie aktuell zwei Best Practice
Projekte aus Ost- und Südosteuropa zeigen", so Gunter Schall, Leiter
des Büros für Wirtschaftspartnerschaften in der ADA, zum Exporttag
2011 in der Wirtschaftskammer Österreich.

- Bauakademie Südosteuropa mischt Westbalkan auf -

Kroatien, Serbien, Bosnien und Herzegowina sind für
österreichische Betriebe interessante Expansionsziele. Die
Wirtschaftskraft der Länder am Westbalkan ist zwar unterschiedlich
stark ausgeprägt, wird jedoch von einem wesentlichen Mangel gebremst:
Es gibt zu wenige gut ausgebildete und erfahrene Fachkräfte. Ein
neues System der Berufsausbildung sowie Qualifizierungsförderung für
Fachleute ist darum der Schlüssel für wirtschaftlichen Aufschwung und
zur Minderung von Arbeitslosigkeit und Armut.

Vor allem in der Baubranche fehlt es an ProfessionistInnen in der
Umwelttechnologie, der Verkehrsinfrastruktur oder für den Bau von
Wohnungen oder Betriebsgebäuden. Eine strategische Allianz der Porr
Projekt und Hochbau AG mit der Alpine Bau GmbH, Limi Bau, der
Bauakademie Übelbach in der Steiermark, dem WIFI Kroatien und
Serbien, dem Berufsförderungsinstitut (BFI) Burgenland sowie dem
Institut L&R Sozialforschung in Wien entwickelt darum mit
Unterstützung der Austrian Development Agency ein neues Aus- und
Weiterbildungsmodell auf österreichischem Qualitätsniveau für
BauarbeiterInnen am Westbalkan.

"Wir planen bis 2013 die Errichtung der Bauakademie Südosteuropa
mit Lehrbauhöfen und Standorten in Serbien und Kroatien. In
Abstimmung mit dem lokalen Arbeitsmarktservice werden
bedarfsorientierte Ausbildungen mit starkem Praxisbezug für junge
Menschen entwickelt. Wesentlich sind Qualitätssicherungsmaßnahmen
nach dem Train-the-Trainer-Modell, aber auch Angebote zur
Höherqualifizierungen von Fachkräften", so Jürgen Grandits,
Projektkoordinator vom BFI Burgenland. "Damit wird nicht nur den
beteiligten österreichischen Bauunternehmen die professionelle
Umsetzung von Aufträgen in den südlichen Nachbarländern sowie der
erfolgreiche Expansionskurs Richtung Südosteuropa garantiert. Mit
Unterstützung der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit setzen
wir wichtige Impulse für die gesamte Branche und den lokalen
Arbeitsmarkt, wir schaffen neue Einkommenschancen und fördern die
internationale Konkurrenzfähigkeit lokaler Partnerunternehmen",
erklärt Grandits die Vorteile der strategischen Allianz für
Wirtschaft und Entwicklung.

- Echt bio mit der Kraft der Sonne -

Pioniergeist in mehrfacher Hinsicht zeigt auch eine
ADA-Wirtschaftspartnerschaft aus der Lebensmittelbranche. So stammen
Vitaminbomben wie getrocknete Kirschen oder Granatäpfel der Marap
HandelsGmbH großteils aus Bio-Anbau in Usbekistan. In Zukunft werden
die gesunden Snacks mit einer Innovation der oberösterreichischen
Technikfirma Cona auch umweltfreundlich konserviert: "Wir errichten
bis 2012 in der Gegend rund um die Stadt Samarkand die weltgrößte,
CO2-neutrale Solar- und Biomasse-Trocknungsanlage", so Josef
Bertagnoli, Geschäftsführer von Marap. "Im Sinne einer
Kreislaufwirtschaft nutzen wir Verarbeitungsabfälle aus dem Vorjahr
wie Schalen oder Kirschkerne als Biomasse."

Seit Jahren forciert der passionierte Unternehmer mit Förderung
der ADA den Anbau von Bio-Obst und Bio-Nüssen in der fruchtbaren,
aber armen Region an der Seidenstraße mit der Tochterfirma DP Silk
Road Organic Foods und 150 KleinbäuerInnen, die bis Ende 2011
Fairtrade-zertifiziert sein sollen. "Die neuartige
Verarbeitungstechnologie bedeutet Unabhängigkeit für die
Landwirtschaft von der instabilen Energieversorgung. Als Vorreiter
ermöglichen wir darüber hinaus durch die Qualifizierung zweier
Installateurbetriebe Folgeprojekte in ganz Zentralasien. Mit
Vorteilen für alle: Wir sichern unsere Lieferkette mit Bio- und
Fairtrade-Produkten im wachsenden Markt, schaffen Arbeit für die
Menschen vor Ort, ein sicheres Einkommen und schonen die Umwelt",
freut sich Bertagnoli über die Unterstützung der Österreichischen
Entwicklungszusammenarbeit.

- Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit -

Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit unterstützt Länder
in Afrika, Asien, Zentralamerika, Südost- und Osteuropa bei ihrer
nachhaltigen sozialen, wirtschaftlichen und demokratischen
Entwicklung. Das Außenministerium (BMeiA) plant die Strategien und
Programme, die Austrian Development Agency (ADA), die Agentur der
Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit, setzt diese gemeinsam
mit öffentlichen Einrichtungen, Nichtregierungsorganisationen und
Unternehmen um.

Rückfragehinweis:

Austrian Development Agency (ADA),
   die Agentur der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit
   Information und Öffentlichkeitsarbeit
   Mag. Heidi Liedler-Frank
   Tel.: +43 (0)1 90399-2400
   [email protected]
   www.entwicklung.at

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