- 26.05.2011, 11:45:31
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WienerInnen helfen Kindern: Wien freut sich über neue Pflegeeltern
120 Väter und Mütter interessieren sich für die Aufgabe als Pflegeeltern
Wien (OTS) - Die Werbekampagne der MAG ELF forderte mit dem Aufruf
"Ich kann das", die WienerInnen zwischen April und Mai auf, sich als
Pflegeeltern zu bewerben. Innerhalb weniger Wochen nach dem Start
meldeten sich rund 120 interessierte Väter und Mütter. "Kinder,
speziell jene, die es bisher nicht so gut gehabt haben, sind in
Familien am besten aufgehoben. Ich freue mich, dass sich so viele
Mütter und Väter entschlossen haben, sich dieser manchmal nicht
leichten Aufgabe zu stellen und ein Pflegekind aufzunehmen. Den
Erfolg führe ich aber auch auf die positive mediale Unterstützung
zurück. Wir hoffen natürlich, dass sich noch weitere Pflegeeltern
melden und auch wir weiterhin dabei unterstützt werden", so der
Kinder- und Jugendstadtrat Christian Oxonitsch.
Mit 60 Neopflegemamas- und Papas wurde bereits ein erstes
Gespräch geführt. Sie starten in den nächsten Wochen und Monaten mit
der Ausbildung. Im Jahr 2010 konnten in Wien vergleichsweise gesamt
68 neue Pflegefamilien gewonnen werden.
Weitere Vorsorge trotz sinkender Zahlen
Im Jahr 2010 gab es 9.964 Gefährdungsabklärungen. Bei rund einem
Drittel der Kinder wurde vom Jugendamt eine Gefährdung festgestellt
und Maßnahmen eingeleitet. "Die Zahlen sind gegenüber dem Vorjahr
leicht gesunken", erklärt Oxonitsch, der aber betont, dass die
Entwicklung sehr schwer einschätzbar sei und man deshalb zum Wohle
der Kinder rechtzeitig Vorsorge treffen müsse. "Der Rückgang der
Zahlen kann nicht konkret an einzelnen Maßnahmen fest zu gemacht
werden", so Oxonitsch, der das grundsätzlich auf an der Verstärkung
der Präventionsangebote und der ausgebauten begleitenden Maßnahmen
bei Gefährdungen, die Eltern dabei unterstützen, ihren Pflichten in
der Kindererziehung nachzukommen, zurückführt.
Pflegefamilie ist die beste Alternative
Rund 3.000 Wiener Kinder leben derzeit nicht in ihren Familien,
die Hälfte davon in einer Pflegefamilie. Für Kinder ist eine
Pflegefamilie als Ersatzfamilie die beste Alternative. Bereits 2010
ist es gelungen, die Zahl der in Pflegefamilien untergebrachten
Kinder deutlich zu erhöhen. Für 193, bisher benachteiligte Kinder aus
schwierigsten familiären Verhältnissen, eröffnete sich damit eine
neue Chance. Derzeit können Kinder bis zum 3., manchmal bis zum 4.
Lebensjahr in Pflegefamilien untergebracht werden. Langfristiges Ziel
ist die Versorgung aller Kinder bis zum Schulalter in einer
Pflegefamilie.
Pflegekinder brauchen besonders gute Eltern
Wien legt besonders viel Wert auf die gute Ausbildung und
Vorbereitung von Pflegeeltern. Derzeit besteht die Ausbildung aus
einem Gespräch, in dem die Eignung festgestellt wird und einer in
Modulen aufgebauten Schulung mit insgesamt 50 Ausbildungsstunden. Als
Unterstützung neuer Pflegeeltern sind seit kurzem erfahrene
Pflegeeltern als ausgebildete Co-Trainer im Einsatz. Wiener
Pflegeeltern erhalten für den finanziellen Aufwand der Pflegekinder
16mal im Jahr abhängig vom Alter des Kindes Pflegeelterngeld in der
Höhe von 450 bis 940 Euro monatlich. Um Pflegeeltern sozial
abzusichern, besteht für sie die Möglichkeit, sich beim Verein
"Eltern für Kinder" anstellen zu lassen.
Alleinerziehende Frauen zeigen stark steigendes Interesse
Menschen in unterschiedlichsten Lebensformen - ob alleinstehend,
in Partnerschaft lebend, auch in einer gleichgeschlechtlichen
Partnerschaft, verheiratet, mit Kindern, ohne Kinder: alle kommen für
die Aufgabe als Pflegeeltern in Frage. Oxonitsch: "Ein Erfolg ist,
dass Bewerbungen gleichgeschlechtlicher Paare in den letzten Jahren
zum normalen Alltag geworden ist." Ein bis zwei Paare finden sich in
jedem Ausbildungsmodul. Die Bewerbung von alleinerziehenden Frauen
für ein Pflegekind ist gegenüber den Jahren davor merklich
angestiegen, hingegen gibt es nur vereinzelt alleinerziehende Männer,
die sich die Aufnahme eines Pflegekindes vorstellen können.
Infos für Interessierte:
MAG ELF - Referat für Pflegeeltern
Tel.: 01 4000 90770
MAG ELF Servicestelle
Tel.: 4000 8011
www.pflegemama.at
www.pflegepapa.at
Pressebild: http://www.wien.gv.at/pressebilder
Rückfragehinweis:
Edith Rudy Mediensprecherin Stadtrat Christian Oxonitsch Tel.: +43 676 8118 81440 mailto:[email protected] www.wien.gv.at/rk/ Herta Staffa MAG ELF - Öffentlichkeitsarbeit Telefon: 01 4000-90614 E-Mail: [email protected]
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