• 26.05.2011, 09:00:56
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ÖIF-Studie: Integration im Klassenzimmer

Studie zeigt Zusammenhang zwischen Migrantenanteil und Klassenklima in österreichischen AHS, Neuen Mittelschulen und Hauptschulen.

Wien (OTS) - Der Österreichische Integrationsfonds (ÖIF)
präsentiert am Donnerstag, 26.5.2011 die Ergebnisse der empirischen
Studie "Integration im Klassenzimmer". Für die Studie wurden 3.099
Schüler/innen der 7. und 8. Schulstufe in sieben Bundesländern
(Niederösterreich, Burgenland, Steiermark, Kärnten, Oberösterreich,
Tirol, Vorarlberg) über das Zusammenleben zwischen Schulkameraden mit
und ohne Migrationshintergrund befragt.

Zusammenhang zwischen Migrantenanteil und Klassenklima

Die ÖIF-Studie zeigt: Es gibt keinen signifikanten Zusammenhang
zwischen hohem Migrantenanteil und schlechtem Klassenklima. Einzelne
Werte der Befragung zeigen jedoch starke Unterschiede zwischen
Klassen mit vielen bzw. wenigen Schüler/innen mit
Migrationshintergrund: So kommen Mobbing und Gewalt in Klassen mit
relativ hohem Migrantenanteil (67 bis 80 Prozent) und keinem oder
sehr niedrigem Migrantenanteil (0 bis 15 Prozent) häufiger vor.
Klassen mit nur 16 bis 35 Prozent an Kindern mit
Migrationshintergrund sind hingegen seltener von Gewalt und Mobbing
betroffen. Konflikte treten häufig nicht zwischen Schüler/innen mit
und ohne Migrationshintergrund auf, sondern finden innerhalb der
Migrantengruppen statt. "Mit wissenschaftlichen Methoden können wir
hier gängige Vorurteile widerlegen - es zeigt sich, wie unerlässlich
und wertvoll sachliche und faktenorientierte Informationen beim Thema
Integration sind", so Geschäftsführer Alexander Janda über die
Ergebnisse der Studie.

Einfluss der Eltern entscheidender Faktor für Schulerfolg der Kinder

Eltern mit Migrationshintergrund, deren Kinder eine
allgemeinbildende höhere Schule besuchen, nehmen öfter an
Elternsprechtagen teil und suchen häufiger den Kontakt mit dem
Lehrpersonal als Eltern mit österreichischer Herkunft. Im Gegensatz
dazu sind es vor allem Eltern mit Migrationshintergrund, deren Kinder
die Hauptschule besuchen, die das Gespräch mit der Schule vermeiden
möchten. "Fehlende Sprachkenntnisse der Mütter und Vorurteile der
Väter gegenüber Lehrerinnen erschweren die Kommunikation,
insbesondere wenn die Eltern aus Ländern stammen, in denen
patriarchale Gesellschaftsstrukturen vorherrschen," erläutert
Studienautorin Monika Potkanski.

Studie mit bundesländerspezifischen Ergebnissen ab sofort verfügbar

Die gesamte Studie ist als Monographie erschienen und ab sofort im
ÖIF-Webshop unter www.integrationsfonds.at/shop zum Preis von 19,50
EUR zu bestellen. Neben österreichweiten Ergebnissen werden auch
Ergebnisse der Bundesländer aufgeschlüsselt.

Rückfragehinweis:
Österreichischer Integrationsfonds
Mag. Julian Unger
[email protected]
Tel: 01/7101203-136

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