• 26.05.2011, 08:51:38
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D&B-Bundesliga Index: Wirtschaften Österreichs Fußballvereine meisterlich?

Sturm Graz steht als neuer Fußballmeister fest. Doch wie stark sind die heimischen Klubs wirtschaftlich? D&B zeichnet mit seiner Analyse ein ernüchterndes Bild.

Wien (OTS) - Es war eine Saison der gefeuerten Trainer, des
Zitterns um Lizenzen und eine Saison, deren Finale vom Hütteldorfer
Platzsturm überschattet war. Nicht zuletzt war die Bundesligasaison
2010/2011 aber eine sehr spannende: Noch zwei Runden vor Schluss
trennten die ersten Drei in der Tabelle lediglich zwei Punkte. Erst
in den letzten beiden Spielen konnte sich Sturm Graz den
Meisterteller sichern.

Ein anderes Bild zeigt der D&B-Bundesliga Index, der die Klubs der
höchsten österreichischen Spielklasse nach ihrer wirtschaftlichen
Stärke reiht. Hier gibt es einen unangefochtenen Meister, und der
heißt FC Salzburg. Der Mateschitz-Klub verfügt nicht nur über das
größte Budget in der Tabelle: 40 Millionen Euro, mehr als das
Zehnfache der Kapfenberger Sportvereinigung, ihres Zeichens
Schlusslicht im D&B-Index. Vielmehr ergibt die Bewertung durch D&B
einen Index von 70 Punkten für die Salzburger, um satte zehn Punkte
mehr als jeweils Austria Wien und Rapid, die auf Platz zwei und drei
liegen.

D&B bewertet die finanzielle Situation der Vereine

Der D&B-Bundesliga Index gibt wieder, wie gesichert die
finanzielle Existenz der Klubs ist. Wobei der höchste Wert 100 Punkte
beträgt. Salzburg bekommt als Klassenbester nicht mehr als 70 Punkte.
Somit gehören die österreichischen Fußballvereine wirtschaftlich
nicht zu den Vorzeigekandidaten, ebenso wenig wie sie international
zu den Spitzenteams zählen. Kann schon Salzburg als Sieger nicht
überzeugen, wird es ab Rang vier bestenfalls unterdurchschnittlich:
Wiener Neustadt mit 51 Punkten vor dem Meister Sturm Graz mit 50
Punkten. Dies könnte sich in der nächsten Saison ändern, wenn Frank
Stronach seine Ankündigung wahrmacht und seine Millionen den Steirern
anstatt den Niederösterreichern zukommen lässt. Sturm blickt auf ein
wirtschaftlich mehr als turbulentes Jahrzehnt zurück. Die Frage ist,
ob es die Grazer in der wirtschaftlichen Führung ihres Klubs ihrer
sportlichen Wiederauferstehung gleichmachen können. Für Wiener
Neustadt bleibt abzuwarten, wie der Klub die Verluste von Mäzen
Stronach und von Trainer Peter Schöttel verkraften kann.

Verschärfter Abstiegskampf

Im Gegensatz zur Fußball-Bundesliga beginnt der Abstiegskampf beim
D&B-Index schon ab Rang sechs. Denn die Klubs in der unteren
Tabellenhälfte liegen alle deutlich unter 50 Punkten. Wobei
Mattersburg mit 43 Punkten noch die besten Karten hat. Dahinter
folgen LASK und Ried mit jeweils 36 Punkten, Innsbruck und
Kapfenberger Sportvereinigung kommen über 30 Punkte nicht hinaus.
Damit spiegelt das Ranking von D&B auch die sportliche Leistung der
Klubs wieder: Die Klubs, die im D&B-Ranking die Kellerderbys
bestreiten, belegen auch die entsprechenden Plätze in der Bundesliga.
Einzige Ausnahme sind hier die Rieder, die trotz bescheidenen Budgets
mit Rapid um Platz vier in der Meisterschaft kämpften.

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aktualisiert. www.dnb.at

Rückfragehinweis:
Mag. Romana Edelhauser
Tel.: 01-58861-1200
mailto:[email protected]

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