• 26.05.2011, 07:12:16
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Österreichischer Städtetag in St. Pölten

LH Pröll: "Föderale Struktur bietet Bürgernähe und Bürgerservice"

St. Pölten (OTS/NLK) - Noch bis zum morgigen Freitag, 27. Mai,
treffen sich in St. Pölten rund 250 Mitgliedsstädte und Gemeinden zum
Österreichischen Städtetag, der jährlichen Generalversammlung des
Österreichischen Städtebundes. Rund 900 Bürgermeister, Stadt- und
Gemeinderäte sowie nationale und internationale Gäste tagen zum Thema
"Starke Städte, starke Regionen - klare Aufgaben, faire Finanzen". Am
gestrigen Mittwoch fand im Festspielhaus St. Pölten die feierliche
Eröffnung des 61. Österreichischen Städtetages statt. An dieser
nahmen u. a. auch Bundespräsident Dr. Heinz Fischer, Landeshauptmann
Dr. Erwin Pröll, Innenministerin Mag. Johanna Mikl-Leitner und
EU-Regionalkommissar Dr. Johannes Hahn teil, als Gastgeber fungierten
Bürgermeister und Städtebund-Präsident Dr. Michael Häupl und der St.
Pöltner Bürgermeister Mag. Matthias Stadler.

Das Bundesland Niederösterreich weise eine "wunderschöne Mischung
aus ländlichen Gemeinden und Ballungszentren" auf, betonte
Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll im Gespräch mit der Moderatorin der
Eröffnung, Daniela Zeller. "Eine zukunftsträchtige Politik für den
ländlichen Raum ist immer auch eine zukunftsträchtige Politik für die
Städte - als Ausgleichsraum und als Partner", so der Landeshauptmann,
der insbesondere Fragen der Raumordnung, des Verkehrs sowie der
sozialen Aufgaben ansprach: "Wir tun gut daran, diese Fragen in
Gemeinsamkeit zu bewältigen." Der Föderalismus gebe Stabilität am Weg
in die Zukunft, betonte Pröll weiters: "Die föderale Struktur bietet
Bürgernähe und Bürgerservice."

Als ein "Fest der Städte" bezeichnete der St. Pöltner
Bürgermeister Mag. Stadler den Städtetag, diese Veranstaltung sei
auch eine Gelegenheit, "sich als Stadt und Region zu präsentieren und
zu positionieren".

"Die österreichischen Städte und Gemeinden stellen eine
international vorbildliche kommunale Infrastruktur zur Verfügung",
sagte der Wiener Bürgermeister Dr. Häupl. Die Städte seien
"Wachstumsmotoren" und "Zentren für Kreativität und Innovation", so
Häupl: "Starke Städte bedeuten starke Regionen und starke Regionen
bedeuten ein starkes Österreich".

"Wir haben gemeinsam, als Städtebund und Gemeindebund, viel
erreicht", meinte der Präsident des Gemeindebundes Helmut Mödlhammer.

Als Vertreterin der Bundesregierung hob Innenministerin Mag.
Mikl-Leitner die Bedeutung der Gemeinden und Städte hervor: "In
unseren Städten und Gemeinden sind die Bürgermeister die erste
Anlaufstelle für die Sorgen der Menschen". Die Gemeinden und Städte
seien weiters "wichtige Allianzpartner, wenn es um die Sicherheit der
Menschen geht", so Mikl-Leitner.

Bundespräsident Dr. Fischer sah den Städtetag als "Gelegenheit,
ins Gespräch zu kommen, sich auszutauschen und Informationen zu
erhalten". "Die Städte in Österreich sind gut verwaltet, und diese
gute Entwicklung der österreichischen Städte ist Voraussetzung für
die Bewältigung zukünftiger Herausforderungen", betonte Fischer.

Festredner EU-Regionalkommissar Dr. Johannes Hahn bezeichnete die
Städte als "das Herzstück des europäischen Gedankens". Die
europäische Stadt in ihrer Vielfalt habe Europa "zu dem gemacht, was
es heute ist", so Hahn, denn die Städte seien "der Garant für die
Prosperität unseres Landes und unseres Kontinents". Die Städte seien
auch zentrale Partner für die Weiterentwicklung der EU, meinte der
Regionalkommissar, der auch besonders auf die Initiative
Niederösterreichs in Bezug auf die Regionalförderung verwies:
"Niederösterreich hat es geschafft, 143 europäische Regionen hinter
sich zu scharren und in einer Deklaration festzuhalten, dass auch
nach 2014 alle europäischen Regionen Fördermittel bekommen sollen."

Der Österreichische Städtetag in St. Pölten läuft vom 25. bis 27
Mai. Am heutigen zweiten Tag stehen Arbeitskreise zu den vier Themen
Verwaltungsreform, aufgabenorientierter Finanzausgleich, Pflege und
Integration am Programm. Am Freitag findet als Abschluss eine
Podiumsdiskussion zum Thema "Mythos Stadt-Land" statt.

Rückfragehinweis:
Niederösterreichische Landesregierung
Stabstelle Öffentlichkeitsarbeit und Pressedienst
Tel.: 02742/9005-12172
www.noe.gv.at/nlk

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