- 25.05.2011, 20:03:58
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Der Wohlstand und die Apathie (von Claudia Grabner)
Ausgabe 26. Mai 2011
Klagenfurt (OTS) - The lost generation. Schon im Vorjahr hatten
UNO und IWF vor der "verlorenen Generation" gewarnt - der Jugend, die
auf der Strecke "bei der Krisenbekämpfung" bleibt. Schon wieder die
Krise. Ein herzeigbarer Schuldiger. Ein Schuldiger, an dem es sich
glaubhaft abputzen lässt. Und der die wahren Schuldigen zu nichts
verpflichtet ... Die Krise, sie hat bestenfalls den Bruch unserer
marktwirtschaftsgläubigen, wachstumshuldigenden Zivilisation
beschleunigt. Den großen Rest hat ebendiese Zivilisation selbst
erledigt: Die mangelnde Qualität der politischen Führungen ist die
Wurzel unserer Probleme. "Wir brauchen Menschen, die moralische
Werte, tiefe Überzeugungen, Mut, eine wohlüberlegte Meinung besitzen"
(Ron Jenson, Vorsitzender einer weltweiten Vereinigung von
Führungskräften aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik). Kulturen
gehen unter, wohlhabende Staaten verarmen, wenn Menschen durch
Wohlstand in Apathie verfallen - und sich ausruhen an der Größe, die
die Vergangenheit schuf. Wenn die Politik untätig wird, nur ihr
"Haben" verwaltet, genügt eine Krise, um eine ganze Generation ihrer
Zukunft zu berauben ...
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