- 25.05.2011, 15:21:44
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Schwentner: Gleichbehandlungsgesetz sofort nachschärfen
Grüne: Die Nichteinhaltung von Gesetzen muss Sanktionen nach sich ziehen
Wien (OTS) - Seit März sind Unternehmen dazu verpflichtet, in
Jobausschreibungen das Einkommen anzugeben. Die neue Regelung
ignorieren viele ArbeitgeberInnen nach wie vor. Dieses ernüchternde
Ergebnis ist für die Frauensprecherin der Grünen, Judith Schwentner,
symptomatisch für die halbherzige Lösung bei der
Einkommenstransparenz, die von Anfang an zahnlos war. "Die
Verwunderung von Frauenministerin Heinisch-Hosek ist angesichts der
fehlenden Strafen naiv", betont Schwentner.
Die Grünen sind gegen die beschlossene Freiwilligkeit der Maßnahmen,
weil Unternehmen sich ganz offensichtlich nicht daran halten. "Die
Regelung zur Einkommenstransparenz im Gleichbehandlungsgesetz muss
sofort nachgeschärft werden", fordert Schwentner. Die Grüne
Frauensprecherin befürchtet, dass auch die im Gesetz geforderten
Einkommensberichte von den Betrieben mit der gleichen Ignoranz
behandelt werden. Bei den ab 2011 verpflichtenden betrieblichen
Einkommensberichten sind ebenfalls keine Strafen für die Unternehmen
vorgesehen, die die Berichte nicht abliefern.
"Ohne angemessene Strafen für Unternehmen geht es offensichtlich
nicht. Wie bei anderen Gesetzen muss auch ein Verstoß gegen das
Gleichbehandlungsgesetz Sanktionen nach sich ziehen. Auf die
Freiwilligkeit der Unternehmen zu setzen ist realitätsfern und
produziert bestenfalls mediale Seifenblasen", so Schwentner.
Rückfragehinweis:
Die Grünen
Tel.: +43-1 40110-6697
mailto:[email protected]
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