• 25.05.2011, 11:20:34
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Kinderbetreuung im ländlichen Raum: Kreative und individuelle Lösungen gefragt

Symposium beleuchtet Best Practice Beispiele - Frau in der Wirtschaft und ARGE Bäuerinnen legen Forderungsprogramm vor

Wien (OTS/PWK366) - Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist
die große Herausforderung unserer Zeit. Besonders im ländlichen Raum
ist es oft schwierig, passende Kinderbetreuungsmöglichkeiten zu
finden. Welche Lösungsansätze notwendig sind und wo es Best Practice
Beispiele gibt, beleuchtete am Dienstagnachmittag das Symposium
"Kinderbetreuung im ländlichen Raum" in der WKÖ.

Familienminister Reinhold Mitterlehner unterstrich bei der
Eröffnung des Symposiums, dass es gerade im ländlichen Raum "flexible
und kreative Lösungen für die Kinderbetreuung" brauche. Vor allem die
Betreuungsmodelle durch Tagesmütter und Tagesväter sowie
Gemeinde-übergreifende Kinderbetreuungseinrichtungen hätten sich
bewährt. "Damit sind individuelle und regionale Antworten auf die
Frage nach adäquater Kinderbetreuung am Land möglich", so
Mitterlehner.

Der Bund habe den Ländern in den vergangenen drei Jahren 45
Millionen Euro zur Verfügung gestellt, um die Betreuungsangebote
weiter auszubauen. "Mittlerweile haben wir erfreulicherweise das
Barcelona-Ziel für die 3- bis 6-Jährigen erreicht", so Mitterlehner.
Für die Kleinsten bis drei Jahre sei dies noch nicht der Fall, daher
sollten weitere Betreuungsplätze geschaffen werden. "So ermöglichen
wir mehr Wahlfreiheit und erleichtern die Vereinbarkeit von Familie
und Beruf", bekräftigte Mitterlehner.

5 Punkte für mehr Flexibilität

Frau in der Wirtschaft (FiW) und die Arbeitsgemeinschaft
Österreichische Bäuerinnen in der LK Österreich, die das Symposium
gemeinsam initiiert haben, haben ihre Forderungen zum Thema in einem
5-Punkte-Forderungsprogramm zusammengefasst:

1. Flexibilität von Kinderbetreuungseinrichtungen
2. Mehr Kinderbetreuungsstätten für unter 3-Jährige
3. Wochengeld-Erhöhung für Unternehmerinnen und Bäuerinnen
4. Verbesserung beim Kinderbetreuungsgeld
5. Nachmittagsbetreuung an Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen

"Ganzjährig, ganztägig - und Verbesserungen vor allem im
ländlichen Raum", brachte Martha Schultz, Vizepräsidentin der WKÖ,
die notwenigen Maßnahmen auf den Punkt. "Die klassischen 9-to-5-Jobs
gibt es längst nicht mehr, vor allem im selbständigen Bereich. Und
auch in den Ferienzeiten ist es für unsere Unternehmerinnen und
Unternehmer oft schwierig, eine Kinderbetreuung zu organisieren".
Die Forderung der Vizepräsidentin nach der Gleichstelllung privater
mit öffentlichen Einrichtungen findet bei der Arge Bäuerinnen
Unterstützung: Es müsse gelingen, die Tagesmütter und Tagesväter im
Bereich der Kleinkinder- und Nachmittagsbetreuung von Schülern bei
Förderungen von der öffentlichen Hand gleichzustellen. "Auf diese
Weise wäre Kinderbetreuung auch wirklich für alle Familien leistbar",
unterstrich Anna Höllerer, Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft
Österreichische Bäuerinnen.

Adelheid Fürntrath-Moretti, Bundesvorsitzende von FiW, trat für
die Schaffung eines Kinderbetreuungsschecks ein, mit dem auch
Tagesmütter und -väter entlohnt werden könnten. "Das wäre aus meiner
Sicht ein gangbarer und praktikabler Weg zur Finanzierung der
Kinderbetreuung". (PM)

Rückfragehinweis:

Wirtschaftskammer Österreich, Frau in der Wirtschaft
   Mag. Elisabeth Zehetner
   Tel.: (++43) 0590 900-3018
   mailto: [email protected]
   http://wko.at/unternehmerin
   
   Landwirtschaftskammer Österreich 
   Ludmilla Herzog, MAS
   Kommunikation 
   Schauflergasse 6,1014 Wien 
   T +43/1/53441-8522 
   F +43/1/53441-8519 
   M +43/676/83441-8522 
   mailto:[email protected] 
   www.lk-oe.at

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