• 25.05.2011, 10:18:33
  • /
  • OTS0078 OTW0078

Schenner: "Mit einem blauen Auge davongekommen, Schneekanone sei Dank!"

Osten Österreichs rettet die Winterbilanz, Einbußen in den Wintersportdestinationen

Wien (OTS/PWK365) - "Mit einem blauen Auge davongekommen,
Schneekanone sei Dank!", kommentiert Hans Schenner, Tourismusobmann
in der Wirtschaftskammer (WKO), das heute von der Statistik Austria
gemeldete vorläufige Ergebnis der Wintersaison 2010/11 (November 2010
bis April 2011). Im vergangenen Winter wurden 62,04 Mio. Nächtigungen
gemeldet, nach den letzten drei Saisonen das vierthöchste Ergebnis
seit den statistischen Aufzeichnungen. Gegenüber der letzten
Wintersaison entspricht dies aber einem Nächtigungsrückgang von 1,1
Prozent.

In der tieferen Analyse zeigt sich jedoch, dass diesmal der Osten
Österreichs das Gesamtergebnis gerettet hat. Das extrem gute
Abschneiden von Wien (+6,1%), Oberösterreich (+2,6%) und
Niederösterreich (+2,0%) bis hin zum Burgenland (+0,2%) überdeckt das
Minus in den klassischen Skisportdestinationen. So müssen im
Vergleich zum Winter 2009/2010 Vorarlberg (-4,7%) oder Kärnten
(-4,0%) herbe Rückgänge verkraften, auch Tirol (-1,6%) und Salzburg
(-1,8%) liegen unter dem heimischen Gesamtrückgang von minus 1,1%.

"Trotz allem müssen wir auch in den Wintersportorten nach vorne
schauen, und Ostern ist Gott sei Dank nicht jedes Jahr so spät!", so
der Sprecher der heimischen Tourismuswirtschaft Schenner. Der späte
Ostertermin machte heuer einigen Destinationen einen Strich durch die
Rechnung. Höher gelegene Wintersportorte konnten dagegen punkten.
Maßgeblich für die Zukunftsfähigkeit ist die Schneesicherheit der
heimischen Winterdestinationen. Über 70 Prozent der Pisten können
mittlerweile beschneit werden. Auch heuer werden wieder etwa 200 Mio.
Euro dafür investiert. "Wichtig dabei: Die Umweltverträglichkeit hat
größten Vorrang. Gelbe Pisten im Sommer sind passee. Die
Schneekonsistenz ist perfekt, und die Energieeffizienz ist weit höher
als noch in den letzten Jahren. Wir können nur Schneesicherheit in
einer intakten Natur verkaufen. Aber hätten wir die Beschneiung
diesen Winter nicht gehabt, dann hätten wir den Winter abschreiben
können", so Schenner.

"In den Städten, allen voran in Wien, ist der Umschwung geschafft.
Nach den Einbrüchen in der Krise sind die Touristen, aber auch
Geschäftsreisen wieder im Aufschwung", gratuliert Schenner den
Gewinnern.

Nach den aktuellen Daten der Statistik Austria ist die Reiselust
der Österreicher indes ungebrochen. Im Jahr 2010 unternahmen 5,2 Mio.
Inländerinnen und Inländer (ab 15 Jahren) zumindest eine Urlaubsreise
im In- oder ins Ausland. In der Kategorie "Urlaub mit vier
Nächtigungen oder mehr" waren 2010 rund 59,3 Prozent der Österreicher
"on tour". Nach 2006 (62,8%) und 2008 (61,4%) der dritthöchste Wert
seit 1945. (Quelle: Statistik Austria)

Ein besonderer Verdienst gilt der heimischen Reisbürobranche.
"Tourismus findet nur im Austausch statt. Wenn jeder nur Urlaub im
eigenen Land machen würde, dann gehen auch in Österreich die Gäste
aus", analysiert Schenner. "Trotzdem - oder gerade deswegen - dürfen
wir den Inlandsmarkt nicht vernachlässigen." Kurzurlaube ins Ausland
sind im Trend, Inlandsurlaube rückläufig. Insbesondere Kurzurlaube im
Ausland (1-3 Nächtigungen) konnten von 2,2 Mio. (2009) auf 2,5 Mio.
(2010) deutlich zulegen (+14,9%), während die Kurzurlaube im Inland
von 5,7 Mio. (2009) auf 5,3 (2010) und einem Minus von 7,7%
abrutschten. (Quelle Statistik Austria)

Für den Sommer ist Hans Schenner optimistisch: "Auch wenn die
Buchungen immer kurzfristiger gemacht werden, sie werden kommen!" So
entscheidet vor allem das Wetter über die Buchungen, und die
Wettervorhersage spielt für die kurzfristigen Buchungen eine immer
größere Rolle. Sicherheit ist in krisenanfälligen Zeiten ein
besonderer Wert für eine touristische Destination. "Österreich ist in
Punkto Sicherheit ganz weit vorne. Erst am Dienstag hat die OECD in
Paris ihre aktuelle Studie zur Lebensqualität in den OECD-Staaten
präsentiert. Die beste Platzierung erhielt Österreich dabei in Sachen
Sicherheit (9,1 von zehn möglichen Punkten)", so Schenner
abschließend. (PM)

Rückfragehinweis:
Wirtschaftskammer Österreich, Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft
Mag. Rainer Ribing
Tel.: Tel.: (++43) 0590 900-3567
mailto:[email protected]
http://wko.at/bstf

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | PWK

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel